Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film „Der Himmel über Berlin“

Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film „Der Himmel über Berlin“


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In Wim Wenders' 1987 erschienenem Film „Der Himmel über Berlin“ (in englischer Sprache als „Wings of Desire“) werden mehrere Szenen am Potsdamer Platz gedreht, dann auf einem großen, leeren, geteilten Platz. In einigen dieser Szenen ist im Hintergrund eine Art Brücke oder ein erhöhter Gehweg zu sehen, auf dem Menschen laufen. Gab es das? Wenn ja, was war es? Ich kann auf den historischen Potsdamer Platz-Fotos auf Wikimedia Commons keine solche Brücke oder einen solchen Laufsteg finden, also mag es Wenders künstlerische Freiheit sein, aber es spielt in der Geschichte keine Rolle, daher kann ich nicht sehen, warum er das getan hätte beschlossen, es zu bearbeiten, was mich denken lässt, dass es echt gewesen sein könnte. War es?


Es muss dieses Bild oder besser eine Szene (Videoclip) aus Wings of Desire sein:


DER HIMMEL ÜBER BERLIN, brd, frankreich 1987

Aber dann haben wir ein bestimmtes Problem:

Gedreht wurde an realen Orten in West-Berlin, wie der Staatsbibliothek zu Hans Scharoun, obwohl die Mauer im Studio nachgebaut wurde, weil das Schießen auf die wahre Mauer verboten ist. Einige Teile der Nachbildung wurden aus billigem Holz hergestellt, wobei eines während der Produktion durch Regen zerstört wurde.

In einer Szene treffen sich Damiel und Cassiel, um Geschichten in ihren Beobachtungen auszutauschen, wobei ihre Funktion darin besteht, die Vergangenheit zu bewahren. Professor Alexander Graf schrieb, dies verbindet sie mit dem Kino, und Wenders bemerkte, dass Wings of Desire selbst Orte in Berlin darstellt oder zeigt, die inzwischen zerstört oder verändert wurden, darunter eine Brücke, der Potsdamer Platz und die Mauer.
WP: Flügel der Begierde

Damiel begleitet den betagten Homer (Curt Bois) beim Schlendern durch die leere, schlammige Brachfläche entlang der Mauer des Potsdamer Platzes, die Homer aus den 30er Jahren als geschäftiges Herz der Stadt in Erinnerung hat. Heute ist fast nichts mehr zu erkennen, der Potsdamer Platz ist wieder ein glitzerndes Zentrum, dominiert vom extravaganten Sony Center.

Erstens ist die Behauptung, das Filmen der Wand sei verboten, eindeutig falsch, wenn sie auf die Westseite angewendet werden soll.
Es ist daher nicht ganz ohne Widersprüche aus dem Obigen, wenn man dann diese Bilder findet:

Berlin (West) M-Bahntrasse (wahrscheinlich echte Quelle: Brian Rose Photography, Lost Border.)

Das ist fast identisch mit der Kameraansicht von Wings of Desire. Auch die Texte und Wandbilder an der Wand stimmen weitgehend überein.

In dieser Aufnahme braucht man nur die Darsteller einzufügen, da sogar das Wetter mitzuspielen scheint (obwohl das Datum für den Film etwas daneben zu liegen scheint, aber die genauen Bemalungen sind auch etwas anders):


Bildname: Deutschland-Berlin-Mitte-Mauer-1980-83, 1980. Deutschland. DDR. Berlin. Berliner Mauer. Potsdamer Platz. Magnetschwebebahn. Foto: Hellmut Münzner © Fotoarchiv Thomas Gade (Beachten Sie, dass der Fotograf ist bestimmt falsch darin, seine eigene Arbeit auf 80-83 zu datieren. Es gibt ein Protestgraffito gegen etwas: "750 Hurra", das sich dem Bruhaha von 750 Jahre Berlin entgegenstellt. Diese einjährigen Feierlichkeiten waren einige Zeit zuvor von bestimmten Gruppen abgelehnt worden, fanden aber 1987 statt… Ebenso ist dieses Protext-Graffito auch in der breiteren Aufnahme von Rose aus dem Jahr 1987 zu sehen. Der Bau der Gleise begann ebenfalls erst 1983, auf einer anderen Seite Abschnitt, also "1980" für dieses Bild zu behaupten, ist wirklich unmöglich.)

Wenn das wirklich nur eine Straßenbahnbrücke ist, dann scheinen vor allem die im Film zu sehenden kleineren Gleise immer noch darauf hinzudeuten, dass die darauf sichtbaren Personen dort illegal zu Fuß unterwegs sind. Oder hatte Sondergenehmigungen zum Filmen. Normalerweise war die Struktur überhaupt nicht für Fußgänger gedacht, und es war einfach nicht viel Platz darauf.

Aber die Struktur scheint 1987 da gewesen zu sein, als der Film gedreht wurde. Die M-Bahn oder Magnetbahn war eine Maglev-Hochbahnlinie, die von 1989 bis 1991 in Berlin in Betrieb war.

POTSDAMER PLATZ | BERLIN am 7.I.1987 | PETERSHAGEN | Flickr POTSDAMER PLATZ | von PETERSHAGEN POTSDAMER PLATZ | von PETERSHAGEN

Dies scheint eine fast direkt gegensätzliche Aufnahme zu sein, wie das Erfassen des Ortes der filmischen Kameraposition.


Quelle: Magnet-Bahn

Dieses Bild zeigt die Größe der Gleise im Vergleich zu den Fahrzeugen und dass diese Gleise in keiner Weise begehbar waren.

Die Bahnlinie am Potsdamer Platz auf einer modernen Karte:


Quelle: Die M-Bahn - Die Berliner Einschienenbahn

Dies wird in einem Interview mit dem Regisseur selbst bestätigt:

WELT ONLINE: Woran erinnern Sie sich am liebsten?
Wenders: An die Arbeit mit dem alten Curt Bois. Wie wir da eines Sonntags morgens auf dem Potsdamer Platz gedreht haben, an der Mauer, unter der Magnetbahn, die damals da noch entlang fuhren. Kein Mensch weit und breit. Das Krieg ja eine Stadtwüste, eine Steppe, ein Niemandsland. Die Sonne schien, es war aber trotzdem kalt. Curt war ein Witzbold.
Peter Zander: "Muffensausen beim 'Himmel über Berlin'", Welt, 02.05.2007.

(Wie wir es an einem Sonntagmorgen gedreht haben am Potsdamer Platz, an der Mauer, unter der Magnetbahn das fuhr noch immer daran entlang. Niemand weit und breit. Das war eine Stadtwüste, eine Steppe, ein Niemandsland. Die Sonne schien, aber es war noch kalt.)

Die Interpretation dieser Szene ist dann Thema von

Jonathan Bordo: "The Homer Of Potsdamerplatz-Walter Benjamin In Wim Wenders' Sky Over Berlin/Wings Of Desire, A Critical Topography", IMAGES, Band 2, Heft 1, Seiten 86 - 109, 2008.

Seine Suche nach dem Potsdamer Platz ist das Thema seiner Hauptrezitation. Wegen seiner Besetzung dieses Ortes nenne ich ihn „Der Homer vom Potsdamer Platz“ und seine Rezitation nach Brecht „Das Lied vom Potsdamer Platz“. Da die Rezitation über diesen Ort an diesem Ort stattfindet, nenne ich seine Rezitation eine „Chorografie“. Diese Rezitation wird durch die Frage „Wo ist der Potsdamerplatz?“ eingeleitet. Mein Essay greift Homers Chorografie des Potsdamer Platzes auf, um zu zeigen, warum Wim Wenders Walter Benjamin als seinen Begleiter braucht, um das Herz und die Seele Berlins, einer geteilten Stadt von 1987, wiederzufinden, die noch immer im Alptraum ihrer jüngeren Nazi-Vergangenheit versunken ist.

Man konnte sich ihren weiteren Zerfall leicht vorstellen. Dieser triste Anblick führte mich zu einigen Gedanken, die ich später Hitler unter der anmaßenden Überschrift „Eine Theorie des Ruin-Wertes“ vorbrachte. Die Vorstellung war, dass Gebäude moderner Bauweise wenig geeignet seien, die von Hitler geforderte „Brücke der Tradition“ zu künftigen Generationen zu bilden. Es war schwer vorstellbar, dass rostende Trümmerhaufen diese heroischen Inspirationen vermitteln könnten, die Hitler in Denkmälern der Vergangenheit bewunderte. Meine „Theorie“ sollte mit diesem Dilemma umgehen.

Der Himmel über Berlin handelt nicht vom Holocaust, auch wenn Aspekte des Films explizit den Holocaust thematisieren. Der Holocaust steckt im Kern des Films. Die Last der Anerkennung übersättigt den Signifikanten selbst, wie die Oberfläche eines Kiefer-Gemäldes, übersättigt in dem, was es zeigt, minimal und sogar ausweichend in dem, was es sagt. Der Himmel über Berlin macht keine offensichtlichen politischen Aussagen zum Holocaust und dennoch dreht sich alles um den Film. Es trägt den Holocaust als unfreiwillige Erinnerung.

Dieser Film wird heute in deutschen Medien meist ziemlich neu interpretiert. Vor allem die Szenen rund um den am stärksten neu entwickelten Ort sind ein ganz eigentümlicher Blickfang. Endlich ein Videoclip, der anscheinend von den Spuren auf den Ort der Filmszene gefilmt wurde. (Clip ~ eine Minute nachdem der Link darauf zeigt.).


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

ich bitte um Mithilfe, meine Gedächtnislücke zu schließen.

In der Berliner Abendschau (TV) wechselt sich früher mal Otto
Schruppke (Wolgang Gruner) mit einem Trio ab. Dieses
kommentierte Musik die Berliner Politik. Könnte mir jemand
bitte helfen, wie dieses Trio heißt. Der Refrain war "Erst wenn mal ."
untern Linden, die Fahnen, die dort wehen. "

Die Antwort würde mir Erleichterung verschaffen.

Aber schreibe doch mal an ***@rbb-online.de eine Mail und frage nach.
Die leiten das dann an einen verdienten SFB-Pensionär weiter, der sich
bestimmt daran erinnern kann. Mir gefallen da jedenfalls mehrere ein, die das
sofort antworten könnten.

Andere frage auch mal in bln.medien - die Abendschau ist dort überall
Thema. Ich lese dort nicht mit, aber vielleicht gibt es ein paar Ältere.

Am Mo, 15 Dez 2003 23:27:18 +0100, Matthias Köhler

Antwort vom RBB auf meine Anfrage:
[Zitat]
Leider sind die musikalischen Kommentare
der Berliner Politik nicht in unserem Großrechner verzeichnet. Es tut
mir leid, IHNEN daher das Trio nicht mitteilen zu können.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotzdem weiterhelfen.

Mit freundlichem Gruß
Oraide Tittmann (Abendschauarchiv)
[Zitat]


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

der Berliner Senat hat schon vor einiger Zeit ein sogenanntes
Diversity Leitlinienprogramm herausgegeben, das in der Anlage 2
eine umfangreiche Sprachregelung für den amtlichen Sprachgebrauch
enthält.
https://www.berlin.de/sen/lads/schwerpunkte/diversity/landesprogramm-diversity/
Wichtig dazu sind die beiden dort gekennzeichneten pdf-Anlagen, vor
alles sterben o.a. Anlage 2 mit zahlreichen Beispielen und Begründungen
für erwünschten Sprachgebrauch.

Meine ernsthafte Frage:
Gibt es außerhalb der BRD irgend ein Land, dessen Regierung oder
Verwaltung des amtlichen Irrsinns verbreitet?

Meine ernsthafte Bitte:
Antworten sollten nur, wer das Schriftstück wirklich lesend zur
Kenntnis genommen Hut.
[
Man könnte ja zur Kontrolle verlangen, dass jeder seine Kenntnis
durch Angabe eines Schreib- oder Trennfehlers aus dem Text belegt.
Der macht jedenfalls den Eindruck, als könnte sich die wirklich
Sprachverständigen der Redaktion verweigert. )
Aber um solche Schnitzer geht es mir gar nicht, sondern um die
geradezu mittelalterlich-doktrinäre Gesinnung der Verfasser.
]

Ich wiederhole auch meine Frage:
Weiß jemand von euch irgend ein Land außerhalb der BRD, dessen
Regierung oder amtlicher Irrsinn verbreitet?


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

Christian Awe´s 12x27 Meter-Bild an der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin.
Im Vordergrund steht das Holocaust Mahnmal.

Nikon D800, Nikon 300mm, Panoneed-Kopf. Aufnahmezeit kurz nach 22 Uhr, 96 Aufnahmen.

Dies ist ein Ausschuss - Bild. Ich mag es trotzdem. . :-)

Es bleibt scheinbar schwierig.

Wiedermal aufschlussreich, wie sehr Leute sich am Thema zu
fähig sind . . .

Wenn man schon sachlich weder sagte was drauf noch was zu hat, gell.

Btw: Hast du den Stitchingfehler eigentlich absichtlich dringelassen,
damit wir Unfähigen etwas "finden" und uns über des Profis
Anspruchsdenken amüsieren can, nur um dir dadurch sterben Gelegenheit
zu geben, anschließend die übereinstimmenden Pöbelorgien auszuscheiden?

Fairerhalber sollte man nicht unterschlagen, dass im OP der Satz "Dies
ist ein Ausschuss - Bild. Ich mag es trotzdem. . " drinstehen.

Natürlich darf man auch nicht übersehen, dass das Bild "inzwischen
weiter bearbeitet" wurde, siehe:

Darf ich fragen, ob Du an einem frei zugänglichen Standort warst?
Wo?

Ich frage mich eher, warum der Penner auf dem Holocaust-Denkmal so ein
blaues Leuchten etwickelt?
Ist das durch Nachbearbeitung erst entstanden? Oder ist das ein
Modegag, wie blinknde Schuhe z.B.?

Ob das ein "Penner" ist weiß ich nicht - aber weisse T-Shirts gegen
23 Uhr machen sowas schonmal. . -)

Zwischenzeitlich ist das Bild weiter bearbeitet.

Ach ja der Penner. Wenn Du regelmäßig dort bist, dann zuckst Du bald
Nur noch mit den Schultern, dass das Mahnmal als Spielplatz genutzt
wird von Jugendlichen aus aller Welt.

Ich sehe das nicht als respektlos gegen die Opfer. Die haben das
Mahnmal nicht im Auftrag gegeben.

Ein ärgerlicher Mangel an Erziehung, ja das allerdings.

Dieser von dir beklagte ärgerliche Mangel an Erziehung hat ja dazu
geführt das wir 60 Jahre nach dem Holocaust ein Mahnmal bauen.

Zum kotzen ist das so senile Leute wie Du und Ich unseren Kindern
versuch vorzuschreiben wie sie zu denken haben.

Die sind nämlich so verkehrt gar nicht. Als ob Gregor Frohwein nie in
Sein Leben mal Bockmist verzapft hätte. Nähen?

Aber hier in der Gruppe geschieht doch genau das gleiche! Wer sich nicht konform verhält
wird nachdrücklich drauf hingewiesen, sich gefälligst konform zu verhalten.

Das mündet in schneller militanter Rechthaberei mit übelsten Begleiterscheinungen.

DAS ist wirklich zum Kotzen.

Scheint allerdings bereits derart verinnerlicht zu sein, dass es vielleicht schon
gar nicht mehr auffällt . . . -)

Wenn man sich da mal einige Stunden aufhält - oder 3 Tage am Stück, wie ich -
fällt einem auf, dass das eigentlich Zwiespältige nicht zwiespältig empfunden wird.
Bei allem Wissen um die Geschichte finden nichtsdestotrotz sehr gut, intensiv
und vor allem lebensbejahenden Begegnungen statt. Was könnte das Grauen über
sterben Ursachen für dieses Mahnmal besser thematisieren?

Achtung vor dem Geschehenen fehlt hier - im Gegenteil.

Gleichzeitig aber ist es eine Begegnungsstätte - und die "funktioniert" sehr gut.

In den 3 Tagen hab ich als einziges Problem die Gefährlichkeit des Rumkletterns
auf den teilweise 4 meter hohen Blöcken realisiert - das war das einzige,
war die Wachen in Trab gehalten hat. . dafür aber ständig.

Wir haben sofort eine Fotogenehmigung bekommen, dort mit "schwerem Gerät"
aufzulaufen - größer als "normale" Stative sind da AUF dem Gelände nicht zugelassen
und kommerzielles Fotografieren bedarf einer Genehmigung.

Ich wollte nur das Wort von den Pennern relativieren. Vielleicht hatte
ich das aber auch überinterpretiert.

Wenn es um "unsere" Kinder geht, da kann ich nicht klagen und sehe
mich als liberal genug, diese machen zu lassen mit dem Rüstzeug, das
sie halt mitgekriegt haben.

Dazu gehören einige Sekundärtugenden, die natürlich nichts direkt
über Charakterliches aussagen. Eine davon zum Beispiel wäre, im
Stelenfeld nicht fangen zu spielen. Nicht mehr und nicht weniger.

Bockmist zuzugeben in dieser geschlossenen Abteilung, so familiär
solls nun auch nicht mehr sein.

Zum Ausgangspunkt zurück, in Klaus Pano kommt das Stelenfeld auf eine
beeindruckende Form zur Geltung. Also habe ich es noch nicht gesehen und
ich verfolge es interessiert seit den ersten Planungen, den
Diskussionen und dem intensiven Wirken von Lea Rosh. Erinnere mich,
wie der Zaun um das riesige Baugelände gezogen wurde, die ersten
Testbetonquader installiert wurden und an meine allererste,
eindrückliche Begegnung mit dem frisch eröffneten Gelände.

Auch immer wieder von mir fotografiert. Keine Angst, ich fang nicht
ein, Bilder zu suchen.


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

Es geht nicht (bzw. nicht unmittelbar) um Filme AUS der DDR,
sondern IN der DDR. Auf der Webseite

finden sich die erfolgreichsten Filme der jeweiligen Jahre,
sterben für sterben DDR auf Angaben des Hauses der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland zurückgehen.

1989 Dirty Dancing (Krieg BRD-EF 1988)
1988 E. T. - Der Außerirdische (Krieg BRD-EF 1983)
1987 Beverly Hills Polizist
1986 Otto - Der Film
1985 Asterix erobert Rom
1984 Louis und seine verrückten Politessen
1983 Hügel der blutigen Stiefel
1982 Lady Chatterleys Liebhaber
1981 Spiel mir das Lied vom Tod
1980 Sindbads gefährliche Abenteuer
1979 Sindbads siebente Reise
1978 Sieben Sommersprossen
1977 Mama, ich lebe
1976 Im Staub der Sterne
1975 Blutsbrüder
1974 Ulzana
1973 Die Legende von Paul und Paula
1972 Der Mann, der nach der Oma kam
1971 Osceola
1970 Unterwegs zu Lenin
1969 Weiße Wölfe
1968 Spur des Falken
1967 Chingachgook, die große Schlange
1966 Die Söhne der großen Bärin
1965 Die Abenteuer des Werner Holt
1964 Der geteilte Himmel
1963 Karbid und Sauerampfer
1962 Revue um Mitternacht
1961 Professor Mamlock
1960 Der schweigende Stern
1959 Die Elenden
1958 ?
1957 Schlösser und Katen
1956 Berliner Romanze
1955 Der Ochse von Kulm
1954 Alarm im Zirkus
1953 Der kleine Muck
1952 Frauenschicksale
1951 Der Untertan
1950 Der Kahn der fröhlichen Leute
1949 Ninotschka

Was auffällt ist, dass bis 1978 mit zwei Ausnahmen ("Die Elenden" mit
Jean Gabin und "Ninotschka" mit Greta Garbo) nur DEFA-Filme die Charts
anführten. Ich will nicht gleich Manipulation rufen, sondern mal Argumente
suchen, die dafür sprechen könnten:

* Westimporte waren bis in die 70er häufig politische oder künstlerisch
wertvolle Filme, die weniger den Massengeschmack bedienten wie die
später in den verleih gekommen Hollywood-Blockbuster

* organisierte Filmbesuche (Brignden, schule) und gezielte Filmauswahl
für Landfilm könnten erwünschte Tendenzen tatsächlich erzeugt haben

Trotzdem wundern mich einige Titel. In den 60er Jahren nehme ich den
Erfolg der Indianerfilme ohne weiteres ab (die Zeiten waren so, und die
Karl-May-Verfilmungen waren ja keine Kino-Wettbewerber). Aber später -
Sollte "Ulzana" wirklich mehr Besucher gehabt haben als Petroleummiezen
(Krieg 1974 im DDR-Kino), oder im Jahr darauf "Blutsbrüder" mehr als
"Einer Flog über das Kuckucksnest"?

Den Erfolg der Sindbad-Filme (der wirklich da war) habe ich schon damals
nicht verstanden, zB 1979 gegen "Robinson jr." und "Unternehmen Capricon".

--
······ Freunde geht, das Fest ist aus, es war schön mit euch. ·····
····· Freunde geht stärker nach Haus! Wir sind so reich, denn ·····
······ uns gehören die Zeiten, die kommen, die wir bereiten. ······

= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. =

Nur mal einige Anmerkungen aus meiner aktiven Kino-Zeit (1975 ff):

Im sozialistischen Wettbewerb des Lichtspielwesens spielten Besucherzahlen für
DEFA, SU und soz. Ausland eine dominierende Rolle. Da wurden in Kinos aufgenommen
(z. B. Zeltkino Helenesee) schon mal komplette (Spät)- Vorstellungen auf
Entsprechende Filme gebucht (einschl. Eintragungen in die Kopienbegleitkarte).
Es gab manchmal zwei Spielpläne, den vollständigen und den realen.

Die Kopien-Zahl und der Startmonat wurden wohl nicht berücksichtigt.
In FFO gab es zwar nur "Landfilm" (mit der guten alten TK 35) für einige
Internate, aber es konnte dauern, bis eine Kopie eines begehrten Westfilms
hier verfügbarer Krieg. Wenn ein Film in den Sommerfilmtagen startete, wurde
er in allen stationären Kinos und auf den Freilichtbühnen, Campingplätzen usw.
usw. richtig "gepowert", das erklärt z.B. die Ergebnisse der Indianerfilme, die
imo immer zu den Sommerfilmtagen gestartet. Da wurde schon mal
ein Pendelverkehr zwischen Kino "Jugend", der Freilichtbühne bzw. dem Helenesee
veranstaltet. Am Helenesee habe ich als Vorführer mal die letzte Vorstellung
eines Sommerfilm-Hits (irgendeine Komödie) nach 1.00 Uhr gestartet, mit über 120
Zuschauer. Am Vormittag erforderlich der Film wieder gegeben werden.

Sinnvoller wäre es gewesen, die Besucherzahlen über die gesamte Einsatzdauer
der Kopien zu vergleichen. Stark nachgefragte West-Importe liefen im
Dauereinsatz (da sahen die Kopien auch so aus), bzw. wurden aufwendig
lauffähig gehalten.

"Sie nannten ihn Hombre", hab ich das erste Mal in
Bansin im Zeltkino gesehen.(1972??)

(He Hombre, Du hast mir eine Kugel in den Bauch geschossen.
Der Mexikaner)

Mein Vater nahm mich mit rein, er beschwatze den Kontrolleur.
Ich war damals 10 oder so. Las sterben Digedags.

Er meinte so einen Film muss man gesehen haben.
Das war was anderes als "Weiße Wölfe" oder "Spur des Falken".

Der zweite Film in den er mich in Bansin reinschleppte war
"MacKennas Gold". Das Kino war aktuell.

Der dritte Film den ich da sah war: "Denn sie xxx was sie tun"
Nein das war nicht der Film mit James Dean oder so.
Das war so ein sozialkritischer Schinken in den ein paar Jugendliche
aus einem Camp abhauen und sich durchschlagen.
Wie heißt der richtige?

Der Urlaub ist mir heute noch in bester Erinnerung.
In dem Gemeinschaftszelt spielten Abends Rock'n Roll Bands.

Und morgens nüchterten alle am FKK Strand aus.

Die waren da richtig gut drauf.

Am Helenesee war ich auch in dem Zeltkino. Krieg 1980.
Da war grad Nena kurz zuvor rausgekommen.
Da spielten sie auch so einen Reißer. Ich weiß nicht mehr was.
Ich war da im Rahmen eines Kabarett Leistungsvergleiches
mit dem "Zünder"


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

"K.-H. Barnsteiner" <***@discussions.microsoft.com> schrieb im
Newsbeitrag news:a22901c486cb$3e57c8c0$***@phx.gbl.
Hallo Experten,
ich verwende Windows XP Professional und Office
Profi 2003.
In ein Exceldiagramm habe ich zusätzlich, mehrere, sich
kreuzende Linien gezeichnet, die damit mehrere
unterschiedliche Flächen einschließen.
Einige dieser Flächen möchte ich mit Farbe füllen.
Eine verständliche (funktionierende) Lösung habe ich noch
nicht gefunden.
Für Euren Hinweis bedanke ich mich.
MfG Barni

Habe ich dich richtg verstanden wenn ich annehme, dass Du insbesondere
Formen bzw. andere Autoformen anwendest ?

im Prinzip kannst du alle Formen die eine geschlossene Fläche abgrenzen
( Rechteck, Oval / Kreis etc. ) nach Doppelklick einfärben auch unter
Anwendung von einem Transparenzfaktor
Doppelklick auf die Zeichnung, und im Fenster Autoform formatieren,
Farbe zuweisen.

Schwieriger wird es bei Linien. Da die von Natur aus keiner Fläche
bieten, bleibt so ein Farbbefehl ohne Auswirkung
aber versuch dann mal Folgendes
Willst Du kantige Ecken (Stil Dreieck), nimm die Linie aus der
ZeichenSymbolLeiste
Mit dem Icon "Punkte bearbeiten" was ich Dir in einer . empfehlen würde
SymboLeiste zu holen, (was Du aber nach Rechtsklick erreichst) gestalte
Deine Gerade um. D.h. nach anklicken des Icons, wenn Du die Kurve
anklickst, erscheint so ein kleiner Punkt den Du zur Seite ziehen
kannst
Nachdem Deine Linie einen Knick hat, Doppelklick und im Fenster
AUtoform formatieren, Farbe zuweisen. Die Farbe nimmt die Form eines
Dreiecks dessen zwei Seiten

Willst Du eher abgerundete Formen, zeichne Deine Urspungsgerade bzw
Linie mit dem Werkzeug aus dem Register Autoformen( als "Kurve"
bezeichnet), Die kannst Du entweder als Gerade zeichnen oder schon
vorgekrümmtwenn Du mehr als zwei Anhaftepunkte zugrundet.
Ähnliche Bearbeitung mit dem Icon "Linie bearbeiten"

Hast Du Dir aber schon mal überlegt / Ausprobiert, ob Du nicht auch
weiterkommst wie Du ein FlächenDiagramm zugrund legst. Das ist von
Natur aus flächig gefärbt, änlich einer Säule..

Ein Bißschen Rumprobieren ist wohl wahrscheinlich nötig, aber ich hoffe
ich habe Dir ein Paar umsetzbare Ansätze gegeben.


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

in einem Gespräch kam kürzlich die Frage auf: Warum hat sich die Deutsche
Reichsbahn DR (der DDR) Nicht einen neuen Namen gegeben?

Es ist doch verwunderlich, dass ein Staat, der sich selbst nicht als
Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches empfand, diesen Namen als Relikt
beibehalten Hut.

Der Gesprächspartner meinte, es hänge damit zusammen, dass "Schweden" wegen
"Schuldenbedienung, aus der Weimarer Republik, die Hand drauf gehabt hätte",
eine Namensänderung verboten habe.

Nun ist mir Altschuldentilgung am Beispiel der "Deutschen Zündwaren
Monopolgesellschaft" nicht ganz unbekannt, dass ähnliches bei der Eisenbahn
in der DDR stattgefunden habe, kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Wenn das aber stimmt, dann müsste ja auch die Deutsche Bundesbahn DB "bei
den Schweden" verschuldet gewesen sein. Davon habe ich aber noch nix
gelesen.

Vor -zig Jahren habe ich mal in Berlin (DDR) mit jemandem darüber geredet:
hier bekam ich zur Antwort, dass die Umzeichnung des stationären und vor
allem rollenden Materials die DDR zu teuer gekommen wäre (Devisen) und
deshalb der Name Deutsche Reichsbahn beibehalten würde.
Das klang damals verständlich.

--
Jonny Bronner - Bad Liebenzell
KBS 774 - km 19,0 -
0171 75 74 944

"Jonny Bronner" <***@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4270a870$31584$***@news.freenet.de.
> in einem Gespräch kam kürzlich die Frage auf: Warum hat sich die Deutsche
> Reichsbahn DR (der DDR) Nicht einen neuen Namen gegeben?

Juristisch betrachtet wäre es damals keine einfache "Namensänderung"
gewesen. Schliesslich war das Unternehmen "Deutsche Reichsbahn" nicht
vermögenslos. Eine Aufgabe der Gesellschaft hätte der DDR den Zugriff auf
Vermögen und Betriebsrechte z.B. in West-Berlin genommen und sicher auch
Folgen für die Vermögensteilung mit der DB gehabt.

Außerdem hat ja bekanntlich sterben "DDR" den WK II gewonnen und verstand sich
daher als legitimes Erbe aller Guthaben des Deutschen Reiches.

Es war eine komplizierte Zeit und daher sind die von Dir angeführten eher
banalen Überlegungen sicher nicht Anlass zur Beibehaltung gewesen.

Wir haben hier aber sehr qualifizierte Bahn-Historiker, die sich sicher mit
harte Fakten noch melden werden.

ich kenne nur folgende Begründung: Das Potsdam Übereinkommen sah die
Betriebsführung der Bahnen in der geteilten Stadt durch die Deutsche
Reichsbahn vor. Hätte Mann Nonne sterben DDR-Staatsbahn umbenannt, hätte sie
dadurch sterben Hoheit über sterben Westsektoren verloren eine Neuaushandlung
des Vertrages war nicht mehr möglich, mit dem die Rechtsnachfolgeschaft
der Deutschen Reichsbahn hätte geklärt werden can.

Lucas Neubauer <***@gmx.de> schrieb:

>ich kenne nur folgende Begründung: Das Potsdam Überinkommen sah die
>Betriebsführung der Bahnen in der geteilten Stadt durch die Deutsche
>Reichsbahn vor. Hätte Mann Nonne sterben DDR-Staatsbahn umbenannt, hätte sie
>dadurch die Höhe über die Westsektoren verloren eine Neuaushandlung
>des Vertrages war nicht mehr möglich, mit dem die Rechtsnachfolgeschaft
>der Deutschen Reichsbahn hätte geklärt werden can.

Diese Begründung habe ich auch schon oft gehört, aber hat eine reine
Namensänderung einer bestimmten Firma denn Einfluss auf vorhandene
Verträge, Rechte und Pflichten? Das kann ich mir auch nicht so richtig
vorstellen, denn wenn das so wäre, hätte z.B. bei der Umbenennung von
Mercedes-Benz in Daimler-Chrysler ja auch alle bestehenden Verträge
ungültig werden müssen. Da würde doch keine Firma ihrer Namen
ändern.

--
------------------------------------------------------------------------
***@web.de http://werneburg.de.vu
Mit vielen Grüßen aus Thüringen, dem grünen Herz Deutschlands.
PGP-Fingerabdrücke: C294EBD4E0C963DECD9C 12B8D7E33DF328D90A73
03E16A9D38874CFF 18372452354F7D46 / 84316FAFAE1F4656 13E271B1C071A62B
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"Frank W. Werneburg" <***@web.de> schrieb im Newsbeitrag
Nachrichten:d4r01l$p77$03$***@news.t-online.com.
> Diese Begründung habe ich auch schon oft gehört, aber hat eine reine
> Namensänderung einer einzigen Firma denn Einfluss auf vorhandene
> Verträge, Rechte und Pflichten? Das kann ich mir auch nicht so richtig
> vorstellen, denn wenn das so wäre, hätte z.B. bei der Umbenennung von
> Mercedes-Benz in Daimler-Chrysler ja auch alle bestehenden Beziehungen
> ungültig werden müssen. Da würde doch keine Firma ihrer Namen
> ändern.

Das ist doch ein völlig anderer Rechtsraum. dazwischen ist sterben
Bundesrepublik ein souveräner Staat. So kann man sterben Situation unter
Verwaltung der Besatzungsmächte nicht vergleichen. Das Berlin-Problem wurde
doch erst 1990 gelöst - durch Aufgabe der DDR und kurz darauf der DR.

Will Berghoff schrieb:
- durch Aufgabe der DDR und kurz darauf der DR.

Aufgabe? Verscherbelt wurde sie (die DDR) durch gewissenlose
selbsternannte Politiker.
Den Rest haben dann Frau Breul und (hieß ihr Vorgänger Rohwedder?) erledigt.
Die Untergangsgeschichte der DR kennt ja jeder.

Will Berghoff <real-***@berghoffs.de> schrieb:
> Das Berlin-Problem wurde
>doch erst 1990 gelöst

1945, 1948, 1949, 1953, 1961 usw., selbst 1984 mit der Übertragung
der S-Bahn-Betriebsrechte wurden Berlin-Probleme gelöst.

> - durch Aufgabe der DDR und kurz darauf der DR.

. und der Deutschen Bunzbahn, altersmäßig die mittlere der drei.
1550 Tage sind nicht wirklich kurz darauf.

An einem Gothaer Viadukt ist ein mannshohes DR-Logo noch i.V.m.
dem Errichtungsjahr 1993 zu Überraschung.

Gruß,
--Thorsten
echo "($(Datum -d1993-12-31 +%s)-$(Datum -d1989-10-03 +%s))/86400"|bc

Am 28. April 2005 21:47:55 GMT schrieb ***@krypta.org (Thorsten Meinecke):

>> Das Berlin-Problem wurde
>>doch erst 1990 gelöst

>1945, 1948, 1949, 1953, 1961 usw., selbst 1984 mit der Übertragung
>der S-Bahn-Betriebsrechte wurden Berlin-Probleme gelöst.

Will nichts von Problemchen schrubben, sondern von *das Problem*.

--
Gruß
Mathias +++ ***@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: Meine Meinung ist meine eigene +++ und nur meine +++
+++ Willst Du früh zur Arbeitsstelle: +++
+++ nimm' die S-Bahn - pünktlich - schnell! +++

Mathias Hiller <***@snafu.de> schrieb:

>Am 28. April 2005 21:47:55 GMT, ***@krypta.org (Thorsten Meinecke) schrieb:
>
>>> Das Berlin-Problem wurde
>>>doch erst 1990 gelöst
>
>>1945, 1948, 1949, 1953, 1961 usw., selbst 1984 mit der Übertragung
>>der S-Bahn-Betriebsrechte wurden Berlin-Probleme gelöst.
>
>Will schrub nichts von Problemchen, sondern von *das Problem*.

Wo war da noch mal *ein* Problem? (Abgesehen vom Rechenfehler,
die Privatisierung der Bahn ist natürlich nur 1185 Tage von der
der DDR entfernt. )

"Mathias Hiller" <***@snafu.de> schrieb im Newsbeitrag
Nachrichten:***@4ax.com.
> Am 28. April 2005 21:47:55 GMT, ***@krypta.org (Thorsten Meinecke) schrieb:
>
>>> Das Berlin-Problem wurde
>>>doch erst 1990 gelöst
>
>>1945, 1948, 1949, 1953, 1961 usw., selbst 1984 mit der Übertragung
>>der S-Bahn-Betriebsrechte wurden Berlin-Probleme gelöst.
>
> Will schrub nichts von Problemchen, sondern von *das Problem*.

Ja, danke. Aber endgültig ist in meinen Augen das Berlin-Problem trotzdem
noch nicht gelöst.

Am Fr, 29 Apr 2005 09:49:04 +0200, "Will Berghoff"
<real-***@berghoffs.de> schrieb:

>Ja, danke. Aber endgültig ist in meinen Augen das Berlin-Problem trotzdem
>noch nicht gelöst.

"Wir wollen'n unsern Kaiser Wilhelm wiederham!" -)

--
Gruß
Mathias +++ ***@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: Meine Meinung ist meine eigene +++ und nur meine +++
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Frank W. Werneburg schrieb:

> Lucas Neubauer <***@gmx.de> schrieb:
>
>
>>ich kenne nur folgende Begründung: Das Potsdam Überinkommen sah die
>>Betriebsführung der Bahnen in der geteilten Stadt durch die Deutsche
>>Reichsbahn vor. Hätte Mann Nonne sterben DDR-Staatsbahn umbenannt, hätte sie
>>dadurch sterben Hoheit über die Westsektoren verloren eine Neuaushandlung
>>des Vertrages war nicht mehr möglich, mit dem die Rechtsnachfolgeschaft
>>der Deutschen Reichsbahn hätte geklärt werden can.
>
>
> Diese Begründung habe ich auch schon oft gehört, aber hat eine reine
> Namensänderung einer einzigen Firma denn Einfluss auf vorhandene
> Verträge, Rechte und Pflichten? Das kann ich mir auch nicht so richtig
> vorstellen, denn wenn das so wäre, hätte z.B. bei der Umbenennung von
> Mercedes-Benz in Daimler-Chrysler ja auch alle bestehenden Beziehungen
> ungültig werden müssen. Da würde doch keine Firma ihrer Namen
> ändern.

Das war doch genau das Problem, dass man eben keine gesicherten
Rechtsstatus hatte. Da wollte man eben dem Westen auch nicht den
Kleinsten Anlass geben, die Eisenbahn in eigene Verwaltung zu nehemen.
(Wieso? Im Vertrag steht Deutsche Reichsbahn und nicht ?Weißnichtwas?).

Oder glaubst Du,in den 50er hätte der Eine beim Anderen Gerichte
angerufen *ROTFL*?

Lucas Neubauer schrieb:
> Frank W. Werneburg schrieb:

>> Diese Begründung habe ich auch schon oft gehört, aber hat eine reine
>> Namensänderung einer bestehenden Firma denn Einfluss auf vorhandene
>> Verträge, Rechte und Pflichten? Das kann ich mir auch nicht so richtig
>> vorstellen, denn wenn das so wäre, hätte z.B. bei der Umbenennung von
>> Mercedes-Benz in Daimler-Chrysler ja auch alle entsprechenden Beziehungen
>> ungültig werden müssen. Da würde doch keine Firma ihrer Namen
>> ändern.
>
>
> Das war doch genau das Problem, dass man eben keine gesicherten
> Rechtsstatus hatte. Da wollte man eben dem Westen auch nicht den
> geringsten Anlass geben, die Eisenbahn in eigene Verwaltung zu nehemen.
> (Wieso? Im Vertrag steht Deutsche Reichsbahn und nicht ?Weißnichtwas?).

In den 60ern wollte die DDR ein neues Eigentumsmerkmal einführen, in der
Mitte das "DR", im Kreis darum angeordnet, wie auf einer Münze dann
".Deutsche Demokratische Republik". Auch diese Modifikation wurde nach
meiner Erinnerung als den Vier-Mächte-Statusberührendes dann verweigert.
Im übrigen war "DDR" 1945/46 als neuer Name für ein
Nachkriegsdeutschland im Berlin vom gesamtdeutschen Parlamentsvorgänger
bestimmt worden.

Am Mi, 27 Apr 2005 14:43:56 +0200, "Jonny Bronner"
<***@web.de> schrieb:

>in einem Gespräch kam kürzlich die Frage auf: Warum hat sich die Deutsche
>Reichsbahn DR (der DDR) Nicht einen neuen Namen gegeben?

Kommt hier alle 6 Monate wieder. -) Gerade lief's auch in DSO.

>Es ist doch verwunderlich, dass ein Staat, der sich selbst nicht als
>Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches empfand, diesen Namen als Relikt
>beibehalten Hut.

Der Name Deutsche Reichsbahn hing mit dem Status Quo in Groß-Berlin
und den Betriebsrechten der Eisenbahn in WB* zusammen. Das wird
letztmalig in den Verhandlungen der Reichsbahn und des Senats
deutlich als es um die Überganbe der S-Bahn in WB* ging, die von einer
noch näher zu bennenden Stelle (die BVG -- aber das durfte niemend in
den Text schreiben) betrieben werden sollte.

>Der Gesprächspartner meinte, es hänge damit zusammen, dass "Schweden" wegen
>"Schuldenbedienung, aus der Weimarer Republik, die Hand drauf gehabt hätte",
>eine ​​Namensänderung verboten habe.

Diese Urbanlegende taucht immer wieder auf, ist aber Quatsch. sterben
Schweden kann möglicherweise bei der Mitropa dringehangen haben.

* WB = Westberlin, besondere politische Einheit

--
Gruß
Mathias +++ ***@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
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"Jonny Bronner" <***@web.de> schrieb in der Nachricht news:<4270a870$31584$***@news.freenet.de>.
> Hallo zusammen
>
> in einem Gespräch kam kürzlich die Frage auf: Warum hat sich die Deutsche
> Reichsbahn DR (der DDR) Nicht einen neuen Namen gegeben?
>
> Es ist doch verwunderlich, dass ein Staat, der sich selbst nicht als
> Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches empfand, diesen Namen als Relikt
> hat beibehalten.

Einspruch: Die DDR war der "Friedensstaat". Faschisten hatte es nur im
Westen gegeben. Rechtsnachfolge war - wie in Österreich - so lange
verpönt, bis man zum Stadtjubiläum Berlins 1985 den Alten Fritz
ausgrub.
---
Da gab es noch den Großen Bruder im Hintergrund, der "Deutschland"
nie aus den Augen verlor.
Die SED/PDS-Zeitung hieß immer "Neues Deutschland", ALLE
Block-"Parteien" und -Organisationen hatten ". Deutschlands" im
Namen.

Im Westen redete man viel über eine Erklärung, die ein Staatssekretär
im Auftrag Konrad Adenauers in einer Pressekonferenz abgab: "Die
Bundesregierung würde Anerkennung der SBZ durch Drittstaaten als
unfreundlichen Akt ansehen."
Seither nannte man es "Hallstein-Doktrin" (?!).-

Die UDSSR nennt ihre "Westgruppe der Streitkräfte" ganz betont:"..
in DEUTSCHLAND".
In Moskau hatte man keinen "Globus der DDR", genauso wenig wie in
Polen, wo man ja "igentlich" mit der "Friedensgrenze zur DDR" hätte
zufrieden und glücklich sein können.
Moskau (wie auch London und den Haag..) inoffiziell sehr wohl,
dass die DDR über den innerdeutschen Händel unter dem Katzentisch der
EU saß.

Um die andere Seite zu sehen: Manche "Freunde" im Westen hätte eine
staatliche Anerkennung der DDR durch die Bundesrepublik mit
klammheimliches Händereiben begleitet.

Gut, dass es Weitblickende gab und gibt.

der Grund ist ganz einfach. Die Namensrechte wurden unter den
Siegermächten aufgeteilt. Beispiel: DDR durfte Reichsbahn
weiterverwenden, Bundesrepublik die Lufthansa.
Es geht einfach darum das ein weltbekannter Name bares geld wert ist.

> der Grund ist ganz einfach. Die Namensrechte wurden unter den
> Siegermächten aufgeteilt. Beispiel: DDR durfte Reichsbahn
> weiterverwenden, Bundesrepublik die Lufthansa.

Wieso wurde dann aber am 28. April 1955 in der DDR sterben Deutsche Lufthansa
der DDR gegründet?

> Es geht einfach darum das ein weltbekannter Name bares geld wert ist.

Wieviel war der Name Reichsbahn wert?

Knut Ochdorf schrieb:
> Carsten Retzlaff schrieb:
>
>> der Grund ist ganz einfach. Die Namensrechte wurden unter den
>> Siegermächten aufgeteilt. Beispiel: DDR durfte Reichsbahn
>> weiterverwenden, Bundesrepublik die Lufthansa.
>
> Wieso wurde dann aber am 28. April 1955 in der DDR die Deutsche Lufthansa
> der DDR gegründet?
>
>> Es geht einfach darum das ein weltbekannter Name bares geld wert ist.
>
> Wieviel war der Name Reichsbahn wert?
>
> Knut
>
Hallo Knut,

wurde am 28. April 1955 von der Lufthansa oder der Interflug gegründet?

Die Reichsbahn war schon ihr Geld wert. Es bestanden ja vor Kriegsende
zahlreiche Verträge mit anderen Bahngesellschaften und es ist ja nicht
so das sich das nach 1945 auf einmal schlagartig geändert hat. sterben
wiedervereinigung haben ja auch viele ostdeutsche Produktnamen überlebt
(Bautzener Senf z.B.).

Carsten Retzlaff verfasste am 04.05.2005 00:42:

> wurde am 28. April 1955 von der Lufthansa oder der Interflug gegründet?

Die Interflug wurde ein jenem Tag unter dem Namen "Lufthansa" gegründet.

> Die Reichsbahn war schon ihr geld wert. Es bestanden ja vor Kriegsende
> zahlreiche Verträge mit anderen Bahngesellschaften .

Die waren aber nur etwas wert, wenn sie auch vollziehbar waren, und wenn
die anderen Gesellschaften die Rechtsnachfolge anerkannten.

Der Hauptwert der Bezeichnung "Reichsbahn" bestand für die DDR in den
Betriebsrechte in den Berliner Westsektoren. Um die Eigentumsrechte an
den dortigen Bahngrundstücken wurde noch lange Jahre gerungen.

Zuletzt schrieb Joachim Schmid:

> > Die Reichsbahn war schon ihr geld wert. Es bestanden ja vor Kriegsende
> > zahlreiche Verträge mit anderen Bahngesellschaften .

Ach du meine Güte, war Unfug. An dem Sondervermögen Deutsche Reichs-
bahn hafteten am 8. Mai 1945 so viele potentielle Verbindlichkeiten,
dass bis heute im ursprünglichen Geltungsbereich des Grundgesetzes, im
Saarland und im räumlichen Anwendungsbereich des 3. Überleitungs-
§ 1 Allgemeines Kriegsfolgengesetz ausdrückliche Ansprüche
ausschließt, soweit sie nicht über die Anmeldungsregelungen bei der
jeweils zuständige Bundesbahndirektion (der zuständigen Stelle im .)
räumlicher Anwendungsbereich des 3. Überleitungsgesetzes) nach Maßgabe
einer Bewertung nach der Konkursordnung teilbefriedigt wurden. Ich bin
Beitrittsgebiet dagegen, um das sich der Thread ja dreht, sind
ausdrücklich nur sterben §§ 1 und 2 AKG in Kraft gesetzt worden (Anlage I,
Kapitel IV, Sachgebiet A, Abschnitt I, Nr. 12 Einigungsvertrag - BGBl.
II 1990, 964), um zu vermeiden, dass jegliche Ansprüche unter
Berufung auf eine Verjährungshemmung wegen "Stillstands der Rechts-
pflege" nach dem Beitritt neuerlich üblich gemacht werden
können.

Dabei unterscheidet das AKG mitnichten zwischen fremden oder inländi-
schen Eisenbahnen fremden oder inländischen natürlichen
oder sonstige juristische Personen.

> Die waren aber nur etwas wert, wenn sie auch vollziehbar waren, und wenn
> die anderen Gesellschaften die Rechtsnachfolge anerkannten.

Um irgendwelche Theorien zur angeblichen Rechtsnachfolge
in völkerrechtlicher Hinsicht zu widerlegen:
| Staatssekretär beim Ministerrat
| der Deutschen Demokratischen Republik
| 102 Berlin, den 26. Mai 1972
|
| Eine Höhle
| Staatssekretär
| im Bundeskanzleramt der
| Bundesrepublik Deutschland
| Herrn Egon Bahr
|
| Bonn
|
| Sehr geehrter Herr Bahr!
| Ich beehre mich, Ihnen folgendes mitzuteilen
| 1. Die Deutsche Demokratische Republik wird nach Unterzeichnung des Vertrages
| zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik
| Deutschland über Fragen des Verkehrs einen Antrag auf Beitritt zu den
| Internationales Übereinkommen über den Eisenbahn-Personen- und -Gepäckverkehr
| (CIV) und über den Eisenbahnfrachtverkehr (CIM) sowie deren Zusatzabkommen
| stellen.
| 2. Bis zur Toten der gleichberechtigten Mitgliedschaft der Deutschen
| Demokratische Republik und der Bundesrepublik Deutschland in den in Ziffer 1
| Übereinkommen bleibt Artikel 11 des Verkehrsvertrages suspendiert.
| 3. Die Deutsche Demokratische Republik erklärt, dass sie ihr Streckennetz im
| bisheriger Umfang den Internationalen Eisenbahn-Übereinkommen unterstellt.
| 4. Die Rechtslage der Schienenwege in Berlin (West) bleibt durch die
| Mitgliedschaft in den in Ziffer 1 genannten Vereinbarung unberührt.
| 5. Bestehende Abkommen der Deutschen Demokratischen Republik werden durch die
| Mitgliedschaft in den in Ziffer 1 genannten Übereinkommen nicht berührt.
|
| Mit vorzüglicher Hochachtung
| Michael Kohl

> Der Hauptwert der Bezeichnung "Reichsbahn" bestand für die DDR in den
> Betriebsrechte in den Berliner Westsektoren.

Und sie hat bis zur Übergabe der S-Bahn im räumlichen Anwendungsbereich
bereich des 3. Überleitungsgesetzes an die dortige *Stelle* sicher
genug Devisen aufgewandt, um genau diese - und nichts anderes - zu
wahr.

> Um die Eigentumsrechte an
> den dortigen Bahngrundstücken wurde noch lange Jahre gerungen.

Wieso wurde? Sind die Auseinandersetzungen, z.B. Berlin oder Leipzig
vs. BEV und|oder DB AG zum Ende gekommen, ohne dass mir dies bekannt
sei?
--

Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.

Matthias Dörfler verfasste am 08.05.2005 18:30:

> Zuletzt schrieb Joachim Schmid:
>
>>>Die Reichsbahn war schon ihr geld wert. Es bestanden ja vor Kriegsende
>>>zahlreiche Verträge mit anderen Bahngesellschaften .
>
> Ach du meine Güte, war Unfug. .

Ganz meine Meinung. deshalb verwahre ich mich gegen dein falsches Zitat.

>>Die waren aber nur etwas wert, wenn sie auch vollziehbar waren, und wenn
>>die anderen Gesellschaften die Rechtsnachfolge anerkannten.
>
> Um irgendwelche Theorien zur angeblichen zweiten Rechtsnachfolge
> in völkerrechtlicher Hinsicht zu weiterlegen:
> [Kurz M. Kohl und E. Bahr]

Was ist daraus zur Rechtsnachfolge zu entnehmen? Der Brief handelt nur
vom Beitritt der DR zu internationalen Eisenbahnverträgen, und von den
Rechte der DR in Berlin. Du willst daraus, dass es vorher keine aus
Vorkriegsrecht ergebenen Beziehungen der DDR-DR gegeben habe?

Ich erlaube mir den Hinweis, dass du ein wenig Völker- und Privatrecht
durcheinander bringt.

>>Um die Eigentumsrechte an
>>den dortigen Bahngrundstücken wurde noch lange Jahre gerungen.
>
> Wieso wurde? Sind die Auseinandersetzungen, z.B. Berlin oder Leipzig
> vs. BEV und|oder DB AG zum Ende gekommen, ohne dass mir dies bekannt
> sei?

Ich kenne diese Auseinandersetzungen nicht. Nach meiner Kenntnis hat das
alliierte Viermächteabkommen über Berlin auch die Besitz- und
Eigentumsrechte der Bahnanlagen in Westberlin geklärt, und sterben
Rechtsstreite beziehen sich hauptsächlich auf die Behandlung der
zeitweise in BVG-Besitz betreffende Anlagen der S-Bahn, sowie auf
Rückübereignungsfragen auf Grund des Vereinigungsvertrags. Aber da lasse
ich mich gerne eine Besseren belehren.

Zuletzt schrieb Joachim Schmid:

> Ganz meine Meinung. deshalb verwahre ich mich gegen dein falsches Zitat.

Die Quotingebenen sind mit meiner Einleitungszeile durchaus richtig.

> Ich erlaube mir den Hinweis, dass du ein wenig Völker- und Privatrecht
> durcheinander bringt.

Das tat der Vorposter, und nicht nur ein wenig.
--

"Carsten Retzlaff" <***@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
Nachrichten:4277fe46$10500$***@newsread4.arcor-online.net.
> Die Reichsbahn war schon ihr geld wert. Es bestanden ja vor Kriegsende
> zahlreiche Verträge mit anderen Bahngesellschaften und es ist ja nicht
> so das sich das nach 1945 auf einmal schlagartig geändert hat. sterben
> wiedervereinigung haben ja auch viele ostdeutsche Produktnamen überlebt
> (Bautzener Senf z.B.).

Ich habe schon lange nicht mehr solche Unsinn gelesen.

> Ich habe schon lange nicht mehr solche Unsinn gelesen.

Da muss ich mal widersprechen. Ich kann auch das aus DDR-Tagen sterben
Begründung, dass man wirklich Bedenken hatte, den Namen zu ändern. Ein
Grund war eben unter den Bedingungen des Kalten Krieges
("Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik"), dass man Angst hatte,
das neue Unternehmen eben nicht als Nachfolgebahn der Reichsbahn
gewertet wird und man wieder neu beitreten muss. Neben der finanziellen
Aspekt gab es auch die Angst, das eben die Bundesbahn einen Beitritt
versucht zu verhindern und zu letzt hätte man auf bestimmte Privilegien
verzichten müssen.

"Knut Ochdorf" <***@web.de> schrieb im Newsbeitrag
Nachrichten:***@individual.net.
> Will Berghoff schrieb:
>
>> Ich habe schon lange nicht mehr solche Unsinn gelesen.
>
> Da muss ich mal widersprechen. Ich kann auch das aus DDR-Tagen sterben
> Begründung, dass man wirklich Bedenken hatte, den Namen zu ändern. Ein Grund
> war eben unter den Bedingungen des Kalten Krieges
> ("Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik"), dass man Angst hatte, das
> das neue Unternehmen eben nicht als Nachfolgebahn der Reichsbahn gewertet
> wird und man wieder neu beitreten muss. Neben der finanziellen Aspekt gab
> es auch die Angst, das eben die Bundesbahn einen Beitritt versucht zu
> verhindern und zu letzt hätte man auf bestimmte Privilegien verzichten
> müssen.

Das ist ja auch völlig richtig - ich bewertete die Aussage über monitäre
Werte von "Handelsmarken" im Deutschland von 1945 und insbesondere den Wert
einer schlichten Herkunftsangabe namens "Bautzener Senf" im Vergleich zu den
politisch und wirtschaftlich wichtige Betriebsrechte in Berlin(W).

Der OP vermag nicht einmal den Unterschied zwischen Handelsmarke,
Firmennamen und Herkunftsbezeichnung zu erfassen.

Außerdem sind die vom OP als Wert angesprochenen "Verträge" between den
Sondervermögen einzelner, zu diesem Zeitpunkt völlig zerstörter Staaten (die
DR war kein Wirtschaftsunternehmen) ebenfalls wertloser Tand, da sie nur
Kooperationsregelungen, aber nicht Vermögensübergänge zum Ziel hatten
(Tonnenkilometer bzw. Personenkilometer oder Achskilometer kann man nicht
essen).

Will Berghoff <real-***@berghoffs.de> schrieb:

> Der OP vermag nicht einmal den Unterschied zwischen Handelsmarke,
> Firmennamen und Herkunftsbezeichnung zu erfassen.

"Bautz'ner Senf" ist meines Erachtens insgesamt eine Handelsmarke, die sich
halt aus dem Herkunftsort des Produkts ableitet. Oder sind "Selters-Wasser",
"Radeberger" oder "Licher" keine Handelsmarken?

Frank Adam schrieb:
> Will Berghoff <real-***@berghoffs.de> schrieb:
>
>> Der OP vermag nicht einmal den Unterschied zwischen Handelsmarke,
>> Firmennamen und Herkunftsbezeichnung zu erfassen.
>
> "Bautz'ner Senf" ist meines Erachtens insgesamt eine Handelsmarke, die sich
> halt aus dem Herkunftsort des Produkts ableitet. Oder sind "Selters-Wasser",
> "Radeberger" oder "Licher" keine Handelsmarken?

Ja, aber woher soll Will das denn wissen? Alles was man hier drüben
bekommen kann sind Spreewaldgurken und Spee. Wenn man lange
sucht.

Gruß,
Martin,
der Born-Ketchup vermisst

--
Projekte zum Eisenbahnnetz:
http://www.nvnc.de/de-netz/index.html
*** Streckenatlas (2005-02-11) *** Historische Fakten (2004-10-16)

Seit die Rezeptur geändert wurde, vermisse ich ihn nicht mehr. :-(
Vielen anderen geht es ähnlich.

Martin Hoffmann <***@nvnc.de> schrieb:

>Ja, aber woher soll Will das denn wissen? Alles was man hier drüben
>bekommen kann sind Spreewaldgurken und Spee. Wenn man lange
>sucht.

Zwar etwas OT, aber:
Einige Ost-Biere sind hier(R) durchaus zu bekommen, zum einen die
Oettinger-Biere aus Schwerin und Gotha, aber auch Wernesgrüner oder
Köstritzer.
Ich habe erst vergangene Woche "Bautz'ner Brutzelsenf" gekauft -
köstlich.
Und sterben DDR-Schokoküsse sind eine Legende.

"Jörg Winkel" <***@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
Nachrichten:***@4ax.com.
> Ich habe erst vergangene Woche "Bautz'ner Brutzelsenf" gekauft -
> köstlich.

Aus familiären Gründen (Ehefrau ist Düsseldorferin) bevorzuge ich "echt
Düsseldorfer Senf" von ABB sel. Witwe, schlimmstenfalls "Löwensenf".

An Bautzen hat meine Familie keine gute Erinnerung.

Du sprichst mir aus der Seele! Ich dachte schon, das ich hier auch
verblödet abegestempelt werde.
Ich meine warum lässt sich jede Firma ihre namensrechte mit so groß
Aufwand sichern?

Frank Adam verfasste am 05.05.2005 19:48:

>>Der OP vermag nicht einmal den Unterschied zwischen Handelsmarke,
>>Firmennamen und Herkunftsbezeichnung zu erfassen.
>
> "Bautz'ner Senf" ist meines Erachtens insgesamt eine Handelsmarke, die sich
> halt aus dem Herkunftsort des Produkts ableitet.

Richtig. Aber der Unterschied zwischen Handelsmarke, qualifiziert
Herkunftsbezeichung, Gattungsbezeichnung und Zubereitungsart ist ein
nicht unbeträchtlich.

Beispiel: "Königsberger Klopse" müssen nicht aus Königsberg kommen, denn
das Rezept heißt einfach so (Gattungsbezeichnung). "Schwarzwälder
Schinken" als qualifizierte Herkunftsbezeichung (d.h. wenn der
Herstellungsort die Qualität oder den Wert beeinflusst) darf sich nur
Schinken nennen, der im Schwarzwald geräuchert worden ist. Anders
muss er sich "Schinken nach Schwarzwälder Art" nennen (Zubereitungsart).
"Bautz'ner Senf" kann dagegen kommen, woher er will. Aber nur wer im
Besitz der Markenrechte ist, darf ihn so nennen.

In bestimmten Fällen können Herkunftsbezeichnung und Handelsmarke
zusammenfallen (z.B. "Eku Kulmbacher Pils"), in anderen Fällen ist eine
scheinbare Herkunftsbezeichnung nur eine Marke ("Reichenhaller Salz"
kommt aus einem Bergwerk am Niederrhein).

Wen es näher interessiert:
<http://www.der-syndikus.de/briefings/eu/eu_013.htm#4>

>>
>>> der Grund ist ganz einfach. Die Namensrechte wurden unter den
>>> Siegermächten aufgeteilt. Beispiel: DDR durfte Reichsbahn
>>> weiterverwenden, Bundesrepublik die Lufthansa.
>>
>> Wieso wurde dann aber am 28. April 1955 in der DDR die Deutsche Lufthansa
>> der DDR gegründet?
>>
>>> Es geht einfach darum das ein weltbekannter Name bares geld wert ist.
>>
>> Wieviel war der Name Reichsbahn wert?
>>
>> Knut
>>
> hallo Knut,
>
> wurde am 28. April 1955 von der Lufthansa oder der Interflug gegründet?

Deutsche Lufthansa hieß die im Jahre 1955 gegründete staatliche Fluggesellschaft der
DDR. Genau wie ihr westliches Pendant benötigt die Fluggesellschaft der
DDR sterben Nachfolge einer der letzten Fluggesellschaften der Welt. Der erste
Flug fand am 16.09.1955 in Richtung Moskau statt. Der
Linienverkehr startete aber erst am 4.2.1956 mit einer Iljuschin IL-14P vom
Zentralflughafen Berlin-Schönefeld nach Warschau.

Am 10. September 1958 wurde die" INTERFLUG GmbH" gegründet, welche Charter
und Messeflüge durchführen sollte, gegründet. Gesellschafter waren unter
die "DEUTSCHEN LUFTHANSA der DDR" die Flugzeugwerke Dresden, das
Deutsches Reisebüro und der VEB Deutrans.

Die Namensgleichheit zwischen der west- und der ostdeutschen Airline währte
bis in die frühen Sechzigerjahre. 1963 entschied der Europäische Gerichtshof
in Den Haag endgültig gegen die Namensgleichheit der beiden deutschen
Fluggesellschaften. Die DDR verlor den Rechtsstreit und nannte ihre
Fluglinie entsprechend der schon 1958 gegründeten
Charter-Tochtergesellschaft künftig Interflug. Interflug Gesellschaft für
internationaler Luftverkehr mbH (IF) war ab 1963 für den gesamten Bereich
des DDR-Luftverkehrszuständigen. Allerdings war "Interflug" keine Airline
nach westlichem Verständnis. Neben der Abwicklung des eigentlichen
Flugbetriebes gab es die Betriebsteile Flughäfen, Agrarflug, Bild- und
Industrieflug und Flugsicherung. Später kam noch der Kranflug hinzu.

Carsten Retzlaff verfasste am 04.05.2005 00:15:

> der Grund ist ganz einfach. Die Namensrechte wurden unter den
> Siegermächten aufgeteilt. Beispiel: DDR durfte Reichsbahn
> weiterverwenden, Bundesrepublik die Lufthansa.

Das stimmt nicht. Es gab keine Aufteilung von Namensrechten, weil man
1945 noch von einem einheitlichen Deutschland ausging, während 1948 der
Alliierter Kontrollrat bereits blockiert war und es daher bei der
Gründung der Nachfolgestaaten keine Aufteilungsvereinbarung geben
konnte. Maßgeblich für die Namensrechte war allein der Sitz der
Gesellschaft. Da die Lufthansa ihren Sitz in einem US-Sektor Berlins
hatte, konnte sie ihren Namen nach Frankfurt "mitnehmen".

Die Reichsbahn hatte dagegen den Behördenstatus, also dass jeder Teilstaat
seine Bahngesellschaft nach eigenem Gutdünken konnte genannt werden. Die BRD
wollte ihre Bahnverwaltung schon aus symbolischen Gründen nicht
"Reichsbahn" nennen, während die DDR an diesem Namen zur Wahrung von
Betriebs- und Besitzrechten außerhalb ihres Territoriums festhielt (u.a.
Krieg von den Alliierten 1945 der Bahnbetrieb in allen 4 Sektoren Berlins
an die "Reichsbahn" übertragen worden).

Die Mitropa gehörte übrigens namensrechtlich der DDR, weil sie
eine AG mit Sitz in einem Berliner Ostsektor und im Alleinbesitz der
dortigen Reichsbahn-Hauptverwaltung Krieg. Das Betriebsvermögen der
Mitropa in den Westsektoren ging jedoch auf die DSG über.

Am Mi, 04. Mai 2005 00:15:11 +0200, Carsten Retzlaff
<***@arcor.de> schrieb:

>der Grund ist ganz einfach. Die Namensrechte wurden unter den
>Siegermächten aufgeteilt. Beispiel: DDR durfte Reichsbahn
>weiterverwenden, Bundesrepublik die Lufthansa.
>Es geht einfach darum das ein weltbekannter Name bares geld wert ist.

Das ist Blödsinn. Auch bitte nochmal zum Mitmeißeln:

Der Name Deutsche Reichsbahn wurde nicht geändert, weil dies den
Status der Viersektorenstadt Berlin betroffen hätte. Die Alliierten
ließen aber nicht mit sich über den status qou reden. Und wenn
(Viermächteabkommen) dauert es Jahre, bis ein Ergebnis rauskam. außerdem
wollte Ostberlin über die Reichsbahn einen Fuß in der Frontstadt WB*
behalten.

* Westberlin, besondere politische Einheit

--
Gruß
Mathias +++ ***@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: Meine Meinung ist meine eigene +++ und nur meine +++
+++ Willst Du früh zur Arbeitsstelle: +++
+++ nimm' die S-Bahn - pünktlich - schnell! +++

> Der Name Deutsche Reichsbahn wurde nicht geändert, weil dies den
> Status der Viersektorenstadt Berlin betroffen hätte. Die Alliierten
> ließen aber nicht mit sich über den status qou reden. Und wenn
> (Viermächteabkommen) dauerte es Jahre, bis ein Ergebnis rauskam. außerdem
> wollte Ostberlin über die Reichsbahn einen Fuß in der Frontstadt WB*
> behalten.

Der DDR stand offen, den Namen "Deutsche Staatseisenbahn" zu wählen,
nach den Viermächtebkommen hätte dann in Westberlin weiter ein
Unternehmen "Deutsche Reichsbahn" den Betrieb geführt. Mir ist nicht
ganz klar, ob die DR dann auch für Ostberlin zuständig gewesen wäre oder
ob in diesem Falle die DDR sich mit Hilfe der Sowjetunion über die
Regelungen hinweggesetzt hätte und auch die D.St.E im Osten den Betrieb
geführt.

> Der DDR stand offen, den Namen "Deutsche Staatseisenbahn" zu wählen,

--
Peter Middelhauve | ***@uni-bonn.de
Universität Bonn | EDV-Service-Gruppe | _. ---,,_
Adenauerallee 24-42 | D-53113 Bonn /,`.-'`'-. -,_.
Tel: 0228/73-7974 | Fax: 0228/73-6397 |,4- ) )-,_. , ( `'-'
======================================== '---''(_/--' `-'\_)

Peter Middelhauve schrieb:
> A. Lange schrieb:
>
>> Der DDR stand offen, den Namen "Deutsche Staatseisenbahn" zu wählen,
>
>
> Quelle?

Ja, gerne.
Frag mich nicht, wo ich das nun wieder gelesen habe. In meinem Vaters
Bibliothek stehen etwa 500 Bücher und Ordner zum Thema Eisenbahn, ich
sehe mich da auch irgendwie außerstande, da die Quelle zu suchen. Bei
Fragen zu Themen im Modelleisenbahner ab 1957 bin ich weit fitter, die
Biester habe ich seit meiner Kindheit tausende Male durchblättert.

Möglich, dass ich das bei Preuß gelesen habe, oder in einem Buch über die
Nachkriegsideen eines einigen Deutschlands.

A. Lange schrieb:
> Peter Middelhauve schrieb:
>
>> A.Lange schrieb:
>>
>>> Der DDR stand offen, den Namen "Deutsche Staatseisenbahn" zu wählen,
>>
>>
>>
>> Quelle?
>
>
> Ja, gerne.
> Frag mich nicht, wo ich das nun wieder gelesen habe. In meinem Vaters
> Bibliothek stehen etwa 500 Bücher und Ordner zum Thema Eisenbahn, ich
> sehe mich da auch irgendwie außerstande, da die Quelle zu suchen. Bei
> Fragen zu Themen im Modelleisenbahner ab 1957 bin ich weit fitter, die
> Biester habe ich seit meiner Kindheit tausende Male durchblättert.
>
> Möglich, dass ich das bei Preuß gelesen habe, oder in einem Buch über die
> Nachkriegsideen eines einigen Deutschlands.
>

Grundsätzlich wäre ich im Umgang mit dem sozialistischen Journalisten
Erich Preuss, einst « Fahrt frei » - Redakteur, dann
DB-Personalzeitschrift, dort freiwilliger (?) Abschied vorsichtig recht.
Bemerkenswwert, wie bruchlos er seine Schreibe änderte (Quellen? « Fahrt
frei » und « modelleisenbahner » - dort z. B. zur « Staatsgrenze »)
ändert. Hinzu kommen eine Reihe von Ungenauigkeiten und durch die
erfahrene Sozialisation geformte Sichten auf die Geschichte, die so oder
so ähnlich schon vor dem Mauerfall zu lesen waren. Aber dass soll kein
Kritik-Beitrag werden.

1. Wie alles, was mit dem Kommunismus zu tun hatte, waren solche Fragen
immer politisch determiniert. Im Potsdamer Abkommen wurde Deutschland
als Einheit betrachtet und ebenso sein Verkehrswesen. Das letzte
realpolitische Überbleibsel dieses Herangehens waren die Betriebsrechte
der Reichsbahn im Westteil der deutschen Hauptstadt (Quellen: Potsdamer
Abkommen, Allierte Vereinbarungen - leicht zu finden, auch im Internet)

2. Die imperiale Politik der sowjetischen Führung, und dieser hatten
sich die deutschen Genossen bedingungslos unterzuordnen (hätten sie es
übrigens nicht getan - Ungarn 1956, CSSR 1968), war auf eine
Neutralisierung (Mindestziel) des gesamten Deutschlands oder eine
sozialistisch / kommunistische Ausgabe desselbigen gerichtet
(Maximalziel). Für den Krieg im politischen Koordinatensystem der
Sowjetführung das Potsdamer Abkommen Hirsch ideale Ausgangspunkt. sterben
DDR-Politik ( unabhängig von den jeweils verordneten Kampagnen)
reklamierte deshalb auch stets für sich, der einzige deutsche (Teil-)
Staat zu sein, der das Potsdamer Abkommen in fast allen (staatliche .)
Einheit - nein) erfüllt habe. Eine Aufgabe des Namens Deutsche
Reichsbahn hätte auch diesen Anspruch in einem Bereich des Abkommens in
Frage gestellt.

3. Die natürlichen Bindungen des Westteils Berlins (später) sowie die
alliierten Auffassungen vom Status der Hauptstadt (alliierte
Abmachungen) stehen dem Souveränitätsstreben der DDR diametral entgegen
(Berlin-Ost, eigene Hauptstadt, militarisiert usw.). Es darf nun
spekuliert werden, ob bei einer Umbenennung der Reichsbahn durch die
alliierten Schutzmächte auch die Betriebsrechte der DR im Westteil
Berlins in Frage gestellt worden wären.

4. Dies wäre der DDR höchst ungelegen gekommen, war sie doch in den
fünfziger und sechziger Jahren bemüht, die von ihr betriebenen S- und
Fernbahnen im Westteil zu benutzen, um ihrer Souveränitätsansprüche
durchzusetzen. Unsere Soldaten auf nicht nur einmal sterben DR
Boden der Tatsachen zurückholen (z. B. Wasserturmbemalung im Wedding, 1961).

5. die beiden historischen Primärquellen als auch die Mehrheit der
Sekundärpublikationen belegen bzw. weisen darauf hin, dass die DDR über
die DR im Westteil Berlins so etwas wie einen sozialistischen
Musterbetrieb mit «Schaufenster»-Funktion in Szene zu setzen. Richtig
gelungen ist es ihr nicht - sogenannter UGO-«Putsch (!)» und Streik von
1980.

6. Spätestens in den achtziger Jahren, als die DDR daran ging, die i h
r genehmen Teile der deutschen Nationalgeschichte zu besetzen, entdeckte
sie auch gewisse Traditionslinien bei der DDR und stattete ihre
historischer Reisezugwagen mit dem Logo der DRG aus.

Abschliessend noch ein Zitat aus der Betriebsgeschichte der
Deutsche Bahn = Mehdorn Air:

«Gleichwohl sollte sie (Reichsbahn West - D BAUZIERE) einen anderen
Namen bekommen. Die deutschen Beamten hätten den Begriff Reichsbahn
gerne beibehalten, der Kontinuität und das Bekenntnis zur nationalen
Einheit impliziert. Doch war er nicht in allen Ländern — und vor allem
nicht in Bayern — wohl gelitten. Als die Verhandlungen um sterben
Integration der Südwestdeutschen Eisenbahnen begannen, bestanden die
Franzosen gegenüber den Amerikanern und Briten darauf, dass der Begriff
«Reich» gefallengelassen werde. Ein weiteres Mal scheinen es die Franzosen
gewesen zu sein, die den Tonangaben. Dies wurde seit September
1949 und mit Gründung der Bundesrepublik der alte Namenszug der
deutsche Eisenbahn gestrichen, und die Deutsche Bundesbahn trat auf die
Bildfläche. Im Gegensatz zur DDR, die an dem traditionellen und die alten
Einheit suggerierenden Namen festhielt, verwies die Bezeichnung
Bundesbahn auf die neue politische Verfassung Westdeutschlands. Trotzdem
blieb der Geist der alten Reichsbahn in der Bundesrepublik trotz der
Nomenklatur lebendiger als in der DDR. Für diese Kontinuität stand
Edmund Frohne selbst, der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium
und späterer Präsident der Bundesbahn.»
Gall, Lothar. Pohl, Manfred (Hrg.) Die Eisenbahn in Deutschland. Von den
Anfänge bis zur Gegenwart. C. H. Beck, 1999. S. 279


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

In den 80ern ging es los, dass Teile von Musikvideos per Computer erzeugt
wurden. Mir fällt "Geld für nichts" von den Dire Straights und "Hard
Frau" von Mick Jagger, beide aus 1985.

Wem gefallen weitere Beispiele ein, die vor 1990 sein müssen?

Die meisten 80er House- und Technovideos waren zumindest teilanimiert.
Speziell die Tracks, zu denen es keine Videos gab, waren
100% animiert.

Zuviele, ähm sie aufzuhören.

1985: Aha-Nimm mich an
Das ist zwar Rotoskopie, aber computerunterstützt.

Während sich Disney leisten kann, 2 Jahre nur fürs Rotoskopieren
zu verwenden, muss in der Musikindustrie mit deutlich kürzeren
Fertigungszeiten gearbeitet werden.
Die Computerunterstützung beim besagten Video bestand daher zum
größte Teil aus dem Wiederholen von Sequenzen, was typische
einen sehr großen Teil von komplett händischen erstellen Videos mit
Animationen ausmacht.

"Geld für nichts" wird zwar als das erste computergenerierte
Video dargestellt, aber niemand darf glauben, dass da Herr Strait
einfach auf einen Knopf(ler) gedrückt hat und schon war das Video da.
Da war extrem viel Handarbeit erforderlich, die vielen kurzen
Sequenzen des Computers zusammenzufügen.
Auch musste - als Tribut an die damalige Technik - getrixt werden:
- Auf fehlende Lippensynchronität wurde (bewusst) verzichtet
- Die "fliegende Kamera" vertuscht, dass sonst kaum Animation herrscht
- Die kaugummiartige SloMo überspielt geschickt, dass es damals nicht
möglich war, schnelle Animationen ruckelfrei zu erstellen.

Die Echtbildsequenzen, sterben in den Objekten der Animation auftauchen,
sind keine Computeranimation, sondern ein ein schnöder, aber deswegen
nicht wertminderer Chroma-Key. Den gibt es schon seit Beginn des
Farbfernsehen.

Ich will "Geld für nichts" nicht schlechtmachen, sehe aber durchaus
Vergleiche in der eingesetzten Leistung (menschlich/computisch) zu
"Nimm mich an".


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

wenn ich schon mal da bin: Als ich vor ca. 20 Jahre mal ein paar
Wochen in Berlin Krieg, trank ich tatsächlich auch 'Faßbrause' und
'Weiße mit Schuß'.
Bei der jetzigen Affenhitze könnte ich mal wieder.
Ist die Berliner Weiße ein Bier? Kann ein anständiges bayer.
Weizenbier dafür mißbraucht werden?

Na ja, rechtlich gesehen schon wer das braut, wird Biersteuer zahlen
müssen. Und schließlich ist ja auch Kölsch angeblich eine Biersorte.

. das wird eher nicht schmecken. Jedenfalls nicht so wie Berliner Weiße
mit Schuss. Für Berliner Weiße werden u.a Milchsäurebakterien und außedem
andere Hefen verwendet als für richtiges Bier
(https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Wei%C3%9Fe) bayrisches Weizenbier
fehlt die für Berliner Weiße charakteristische Säure.

Ansonsten wäre es schade um das Weizenbier!

Bei Weizenbier muss ich immer an den alten australischen Witz denken:

„Was ist der Unterschied zwischen amerikanischem Bier und einem Paar in einem Schlauchboot?
Es gibt keine - sie sind beide verdammt nah am Wasser."

"Künstliche Intelligenz ist das Perpetuum Mobile"
der Informationstechnologie." (L.R.)

Die Weiße mit Schuß würde ich glatt nochmal probieren.

Ich habe vor ein paar Tagen gelesen, dass der BER-Termin nicht zu
halten ist. Sind eben nicht klein zu kriegen, diese Berliner. Sie
probiere es immer wieder. Und wieder, und wieder, .

Die Manager von "Brau & Brunnen" hatte damals (vor ca. 10 Jahren?)
entschieden, keine echte Berliner Weiße (in Flaschengärung, naturtrüb)
mehr zu braun. Schultheis benötigt sterben Produktion auf Geheiß dieser
Herren auch einfach einstellen.

Die saure Brühe, die jetzt noch unter dem Namen "Berliner Kindle"
produziert wird, hat mit echter Berliner Weiße rein gar nichts mehr zu
tun und ist vielleicht für die doofen Berlin-Touristen gerade noch gut
genug.

Ich habe die echte Weiße früher immer eingekellert und erst nach einem
Jahr Lagerung getrunken. Mit einem Schuß selbstgemachten Himbeersirups
gesüßt war das ein wahrlich *göttlicher Trank*!

Damals war es so heiß.wie derzeit hier: 39° im Schatten.
Die Weiße mit Schuß war da genau richtig.

Die Lisa wollte mir eigentlich mitteilen, wie sie ihre Auslage
kühlt. Sicher anders! Ich muss den Beitrag übersehen haben.

Nee! Noch brauch ich zum Glück keine Slipeinlagen

Aber die echte Weiße wurde durch diese Lagerung milder und auch klarer,
weil sich die Hefe ja auf dem Boden absetzte und auch die entweichende
Kohlensäure war dann sehr viel feinperliger und prickelnder.

Napoleon soll dieses herrliche Gesöff angeblich sogar als den
"Champagner des Nordens" bezeichnet haben.

Da wäre auch ein europaweiter Markt vorhanden. Und einen Werbespruch
hätte man auch schon. Bißchen träge, de Balliner, wa?

Es gbt sie wieder:
<http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2013-11/berliner-weisse-bier-andreas-bogk>

Übrigens: Berliner Fassbrause ist etwas völlig anderes.

--
Praxis hat nichts mit Theorie zu tun.

Angewandte Linguistik und Translatologie,
Universität Leipzig

Das letzte das ich weiß: Andreas ist auf das Gelände der
Willner-Brauerei in Pankow gezogen. Aber das war letztes Jahr im Sommer,
mehr habe ich darüber auch nicht mehr gehört.

Huch, dein Posting ist tatsächlich von 2015.

Ich finde ja immer noch, dass man die brachliegenden
BER-Flächen auf 99 Jahre verpachten sollte, dann
werden sie frei, wenn der Flughafen fertig ist.

Da reizt du einen Trump-Fan, der nichts von politischer Korrektheit hält.
Seehofer erwähnte kürzlich in einem Interview, dass in diesem Jahr 2
Mio Asylanten kommen werden. Heftig begrüßt von jeweils ca. 100
Gutmenschen und unsere Politikern. Einwanderung haben wir seit 50
Jahren. Die erste Welle kam aus Spanien und Italien. Keinerlei
Probleme. Das ändert sich mit den Generationen. Heute
haben wir ca. 3 Mio. Arbeitslose. Wie gut sind die Chancen, dass viele
Mio Asylanten, von denen die wenigsten etwas Deutsch can, hier
einen Arbeitsplatz finden? Die Wirtschaft spricht von 20 Tsd. nicht
besetzten Ausbildungsplätzen. Wieso sterben durch Asylanten, nicht aber
unter den 3 Mio. vorhandenen Arbeitslosen gefunden werden can,
erschließt sich mir nicht. Die Asylanten kommen in der Erwartung,
hier einen Arbeistplatz zu finden, sich eine Wohnung, ein Auto und
Weltreisen leisten zu können (O-Ton). Wir wissen, dass dazu die
Voraussetzungen fehlen. Auch werden sie sich in den billgen
Stadtrandzonen wiederfinden, ohne Auto und ohne Weltreisen. Neue
Slumgebiete, die kein Deutscher betreten kann.

Wozu braucht Berlin einen Flughafen? Besser Umbau des BER-Geländes
in einer Trabantenstadt mit einer blühenden Basarwirtschaft. Für jeden
mit Bleiberecht (auch die ohne Bleiberecht werden bekanntlich nicht
abgeschoben), vergoldet der Familiennachzug. Es werden auch weitere
Trabantenstädte folgen müssen.

Ich kenne keinen Vielvölkerstaat mit funktionierender Wirtschaft. In
20 Jahren werden die deutschen Leistungsträger in Rente sein, die bei
der Umlagefinanzierung keiner mehr bekommt. Auch für Investoren wird
ein instabiles Deutschland dann kein Ziel sein. .
Wie lange werden sich die anderen EU-Länder anschauen, wie sterben
deutsche Politik riesige Löcher in der Bordwand des gemeinsamen
Stiefel schlägt? Ich vermute stark, dass man die EU neu gründet, ohne
Deutschland. Da fällt zwar der Zahlmeister weg, aber auf Dauer ist
das billiger.

Richtig, ich habe mal Berliner Weiße ohne Schuß probiert, das war quasi
ungenießbar, weil richtig sauer. Das schmeckt nur mit dem Waldmeister- oder
Himbeersirup. In ein Weizenbier würde ich sowas aber nicht kippen.

Faßbrause ist wieder eine andere Sache, das ist eine alkoholfreie Limonade,
die ein wenig nach Bier schmeckt. Für heiße Tage wirklich trinkbar (z.B.
Gaffel Faßbrause Zitrone).

zumindest sind beide obergärig, aber der Anteil der Stammwürze
unterscheidet sich stark.


Erhöhter Gehweg im Hintergrund am Potsdamer Platz der 1980er Jahre in Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin" - Geschichte

Flugverbot über Berliner Innenstadt

Über der Berliner Innenstadt Goldkünf-
tig ein Flugverbot für Privatflieger
und Hobbypiloten.

Darauf verständigten sich am Sonntag
Bundesverkehrsminister Stolpe und Ber-
lins Innensenator Körting (neben SPD).
Sie zogen damit die Konsequenz aus dem
Flugzeugabsturz vor dem Reichstag.

Stolpe sagte, der Zwischenfall von
Freitag habe gezeigt, dass auch von
kleinere Fluggeräte eine massive Ge-
fahr ausgehen können. Es gebe allerdings
"keine Garantie für die Vermeidung von
Katastrophen".
=================================

Ma gespannt wie das Gebiet begrenzt wird und in welcher Form (ED-R?)

Da bin ich ja jetzt auch mal gespannt, was aus dem SAT1-Ballon, dem
Wasserflieger, der Ju52 und so wird, die alle zu
www.air-service-berlin.de gehören. Dürfen wahrscheinlich weiter
fliegen, weil betriebswirtschaftlich. Oder allen, die ihren Flieger in Tempelhof
stehen haben. Hoffentlich stürzt sich nicht der nächste in den Park
von Sanssouci.

Ja, oder Commander Frank, der aus seiner cessna Staumeldungen
verbreitet.

Im Ernst, und wenn der erste Autounfall am reichstag passiert, gibts
Fahrverbot in Berlin? Also ein Schwachsinn, wenn es wirklich Suizid war,
hätte der sich von einem Flugverbot nicht abhalten lassen. Immer diese
Schnellschüsse dieser Politiker.

Ich weiß nicht, von wem das Zitat stammt, aber irgendwie muss ich in den
fünf letzten Jahren immer öfter daran denken:
"Demokratie ist eine Herrschaftsform, die sicherstellt, dass ein Volk unter
keinen bestimmten besseren Herrscher bekommt, als es verdient."

ich finde in diesem zusammenhang passender:

"Demokratie ist Unterdrückung von Minderheiten"

Privatpiloten sind nun mal Eine Minderheit in Deutschland.

Stimmt genau, und diese Haltung beruht noch auf der urdeutschen
Gehorsamsmentalität des 19. Jahrhunderts, wo das zumindest in vielen
Teilen auch schnell noch so krieg.

Tja, Stefan, da gibt's jetzt immer noch nichts zu sagen? Niemand
gefährdet und so?

Das vollkommene Absurde ist natürlich, dass dieser Typ ja bereits
verbotenerweise da rein geflogen ist. Und noch absurder ist, wie egal
das ist.

Wie wahr. Ich male mir gerade aus, wie ich meinen noch nicht
vorhandene Kinder später mal erzähle, wie die schönen Fotos vom
Reichstag auf meinem Schreibtisch zustandegekommen sind: "Tja, damals
Krieg Deutschland noch ein freies Land. "

Der Union geht übrigens Stolpes Ankündigung einer "Flugverbotszone für ."
Hobbypiloten" nicht weit genug (ohne dass sie dies näher spezifizieren .)
würde).

Wie wäre es mit einer "Wahlalternative gegen Hysterie und voreiligen
Aktionismus (WHVA)"?

Gibt es in Deutschland eigentlich jede bekannte
selbstfliegenden Politiker? Spontan fällt mir nur Gregor Gysi ein.
Tja.

Am Mo, 25 Jul 2005 09:00:04 +0200, Thomas Borchert
<***@hotmail.com> schrieb:

Stimmt, da war was mit einer Hirn-OP, oder?

Aber im SPIEGEL von dieser Woche ist zu lesen, dass Qualität und
Umfang der fliegerärztlichen Untersuchungen in Deutschland massiv
beschnitten wurden.

Komisch, warum sind sie dann so teuer geworden, dass manche meiner
Kollegen fürs Medical schon ins bewegliche Ausland reisen?

Ich hätt gedacht, mit repariertem Hirn wär man
als Flieger re- und als Politiker disqualifiziert.

Damit hättest Du wahrscheinlich auch nicht nur Flieger in den Reihen der
Mitglieder.

Im Ernst, und wenn der erste Autounfall am reichstag passiert, gibts
Fahrverbot in Berlin? Also ein Schwachsinn, wenn es wirklich Suizid war,
hätte der sich von einem Flugverbot nicht abhalten lassen. Immer diese
Schnellschüsse dieser Politiker.

Das darf doch wirklich nicht mehr wahr sein. In NYC wurde nicht mal nach
dem 11.09.01 darueber nachgedacht, den Luftraum von Manhattan für Privat-
und Kleinflugzeige (ernsthaft) zu sperren.

Und kein dusseliger vorauseilender Waehlerstimmen-heischender
Flugverkehrs-ahnungsloser Politiker macht sich Gedanken über die
Konsequenzen. Erstmal Berlin und dann ? Frankfurt? Das Ruhrgebiet?
Dass es niemanden interessiert, welche Umwege z. B. jetzt geflogen werden
muessen, wenn man von EDDB nach EDBF will usw. steht scheinbar schon mal
Überhaupt nicht zur Debatte, Privatflieger schwimmen ja eh in Geld.
Tja, schoen, dass ich vom letzten Berlinrundflug noch genuegend Fotos
gemacht habe. es ist wirklich zum heulen - vor allem, weil man auch noch
so machtlos dieser Schwachsinn mit ansehen/anhoeren muss!

Astrid (die sich mal eben ausk. musste)

München. Da sitzt Beckstein. Und wenn der dann Bundesminister ist, alle
große Städte. Und dann die ganze Republik, wenn der nächste <polemik>
arme, nichts selbst dafür cande Nicht-Idiot
</polemik> seinen Suizid öffentlich inszeniert.

Sorry, aber ich bin wirklich frustriert.

Noch etwas mehr aus der FAZ:

| Stolpe kündigte weitere Vorsichtsmaßnahmen an. Unter anderem
| werde darüber nachgedacht, die Ausrüstung mit sogenannten
| Transponder auch für kleinere Flugzeuge zur Pflicht zu machen.
| Transponder reflektieren Radarstrahlen, so dass die Kleinflugzeuge
| auf dem Radarschirm erkennbar wären.

Wie verhindert man damit einen Absturz? lol

Ich frage mich auch, wer da keine Ahnung von Sekundärradar hat, die
FAZ oder Struck.

Frau Merkel gibt natürlich auch ihren hochqualifizierten Sämpf dazu
(Meine Güte, was erwartet uns da noch):

| "Wenn es die Gefahrenlage erfordert, dann darf es kein Tabu geben,
| darüber nachzudenken, ob die Bundeswehr nicht auch neue Aufgaben
| übernehmen kann." Als Beispiel nannte sie den Schutz gefährdeter
| Gebäude durch Soldaten.

HTTPD-Fehler 4004: sehr alte Intel-CPU - unzureichende Verarbeitung
Energie

Lustig, dass die nichtmal ihre eigenen Gebäude bewachen, obwohl sie das
dürften.

Also nach meiner (2005er) Karte verschwindet die gesamte Berliner Innenstadt
(um die es ja geht) hinter dem Schweinchenrosa eines Luftraums D.

Um mal die Politiker-Gedanken und das in den Medien versehen fortzuführen:
was passiert, wenn ein Flugzeug in dieses Beschränkungegebiet innerhalb der
Luftraum D einfliegt? Wird es dann von einer Meute Kampfhubschrauber
verfolgt und abgeschossen? Über einem der dichtbesiedeltsten Gebiete
Deutschland?
Is wohl noch nicht so ganz zu Ende gedacht, das Ganze. Vielleicht muss es
das ja auch gar nicht sein, um in der (leider etwas unkritischen) Presse
eine gute Figur zu machen.

ich weiss nicht für welches Blatt/Magazin etc du arbeitest.

Was macht die Presse, wenn das erste Flugzeug vom Himmel geholt wurde?

Dreht sich die Fahne dann weiterhin im Auflagenwind, oder setzt dann bei
deine Kollegen langsam Vernunft ein?

Ich fürchte es muss wirklich erst mal ein Charterflug "abgestürzt" werden,
damit Otto Normalbürger endlich kapiert was diese schwachsinnigen Regelungen
für Ihn selbst auf dem Weg in den Urlaub bedeuten can. Diese Aussage
"Schwachsinn" beziehe ich im übrigen auf Politiker jeglicher Partei. Egal ob
rot, grün, schwarz oder blau-weiss.

PS: Ich fühl dich nicht angemacht, es geht mir mehr um deine Meinung zu dem
Geschreibsel anderer.

Ich hoffe nur das du in deiner Doppeleigenschaft Pilot/Journalist? zur
Aufklärung könntest.

Ich werde es weiterhin im kleinen Rahmen versuchen.

Hm. Deine Redaktionskollegen fragen pro Werbung
"Wieviel Aufklärung können Sie vertragen?"
Kannst Du sie ausrichten, dass ich die Frage an
sie zurückgebe?

Hallo deutsche Klein-, Privat-, und Hobbyflieger,
ich habe gerade an die grössten Verkehrs- und Luftsicherheitsbürokraten
Stolpe, Beckstein, Schönbohm, Wiefelspütz und Bosbach einen Protestbrief
verschickt. Sicher verbesserungsfähig aber Schnelligkeit geht hier vor
literarische Qualität.
Geht schneller auch per Mail, habe aber die Adressen nicht:

Sie wollen die Sicherheit in Berlin erhöhen, entlasten Sie Flugbeschränkungsgebiete
für Sichtflüge bei Kleinflugzeugen über Berlin einrichten wollen. außerdem
wollen Sie die Sicherheit erhöhen, Sie noch mehr Kontrollen an
Kleinflugplätze einrichten wollen. Außerdem möchten Sie vielleicht mit
Kampfhubschraubern Kleinflugzeuge abwehren. Dies bringt nur Einschränkungen der
Freiheit aber keinen Sicherheitsgewinn.

1. Verrückte - wie vor zwei Jahren in Frankfurt/Main - und Selbstmörder -
wie jüngste in Berlin - werden wie bisher ihre grünen Tische
Flugbeschränkungsgebiete einfach ignorieren. Die vielen normalen Piloten müssen
aber dann große Umwege fliegen.

2. Verrückte, "normale" Selbstmörder und Selbstmord-Attentäter lassen sich
auch nicht durch noch so bürokratische Sicherheitsprüfungen entdecken, wie sie
Schon nach dem jüngsten völlig verbürokratisierten Luftsicherheitsgesetz nötig
sind. Die normalen Piloten müssen aber viel Geld und Aufwand für die Überprüfung haben
investieren.

3. Verrückte, "normale" Selbstmörder und Selbstmord-Attentäter verstellen
sich meist gut, und can Auch nicht durch unsinnige Kontrollen an unseren
Kleinflugplätze entdeckt werden. Das gibt nur eine Spielwiese für
Paragraphenreiter.

4. Wenn Sie ein Amok-Fliegendes Kleinflugzeug über dem Reichstag
abschiessen, gefährlich sie auch die Menschen, die sich im Abschussgebiet
aufhalten. Selbstmörder und Attentäter lassen sich auch nicht durch Hubschrauber
abdrängen.

5. Mit einem schnellen amokfliegenden Flugzeug sind sie in 2 Minuten vom
S-Bahn-Ring am Reichstag. Wie wollen sie so schnell ihre Kampfhubschrauber dahin
bekommen? Die würden deshalb dauernd über dem Reichstag kreisen. Können Sie
das? Wollen Sie das? Und wie wollen Sie das finanzieren?

Mit Flugbeschränkungsgebieten, Verboten und bürokratische Prüfungen behindern
sie normale Flieger und schränken unsere Freiheiten in Deutschland unnötig ein.

Selbstmordkandidaten, Verrückte und Attentäter lassen sich von Verboten,
Verbotszonen und bürokratische Prüfungen nicht stoppen. Stoppen Sie diesen
typisch deutscher bürokratischer Aktionismus


Schau das Video: Der Himmel über Berlin Wings of desire - 1987 HD