Das Gesicht der Angst

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Titel: Peter Lorre im Film "M le maudit".

Erstellungsdatum : 1931

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Bildreferenz: 07-512601

Peter Lorre im Film "M le maudit".

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Erscheinungsdatum: Februar 2008

Historischer Zusammenhang

Die Nachricht als Inspirationsquelle

1931 führte der berühmte deutsche Filmemacher (österreichischer Herkunft) Fritz Lang Regie M der Verfluchte, sein erster sprechender Film. Dieses von Nero-Film produzierte Projekt ist bescheidener als seine großartigen Werke des letzten Jahrzehnts. Doktor Mabuse und Metropolewurde von dem Fall eines Serienmörders inspiriert, dem "Düsseldorfer Vampir" alias Peter Kürten, der ein Jahr zuvor nach dem Mord an mehreren Kindern Schlagzeilen machte und für den Thea von Harbou ein Drehbuch schrieb. Die Rolle des Mörders spielt der in Ungarn geborene Schauspieler Peter Lorre, der sich vor einiger Zeit auf den Berliner Bühnen einen Namen gemacht hat und Texte von Franz Wedekind und Bertold Brecht spielt.

Bildanalyse

Peter Lorre

Der Schauspieler Peter Lorre spielt einen Mörder kleiner Mädchen, der von der Polizei und der Unterwelt der Stadt gemeinsam gesucht wird. Er sieht hier verängstigt aus Angst, verhaftet und gelyncht zu werden. Die Ansicht stammt aus der Sequenz, in der Beckert nachts von Schlägern verfolgt wird, die ihn neutralisieren wollen, weil er ihr Geschäft bedroht, und versucht, seinen Verfolgern zu entkommen, indem er sich im Keller eines verlassenen Gebäudes versteckt. Er wird wie ein Tier gejagt, sein Körper ist zusammengerollt und sieht verängstigt aus. Er schafft es, sich hinter die Metalltür eines Kellers zu flüchten, der einem Gefängnis sehr ähnlich sieht. Peter Lorre übersetzt eindringlich die Panik und Angst, die er empfindet, als er hört, wie sich die Banditen nähern, um ihn zu fangen.

Interpretation

Gejagt wie ein Tier

Das Foto (das vielleicht ein Standbild aus dem Film ist) fängt Peter Lorres außergewöhnliches Schauspiel perfekt ein. Seine Interpretation der Rolle von Hans Beckert alias „M“ ist außergewöhnlich. Erst ein Schatten, dann eine Silhouette, der Schauspieler spielt mit der erstaunlichen Ausdrucksfähigkeit seines Gesichts mit dicken Gesichtszügen, prall gefüllten Augen und schafft es, seinem Charakter eine beunruhigende Unschuld zu verleihen. In dieser komplex inszenierten Kriminalgeschichte geht Fritz Lang auf die Frage der Psychoanalyse ein, um die Ursprünge des kriminellen Verhaltens von „M“ und die Notwendigkeit der Gerechtigkeit zu erklären, um ihn zu beurteilen. In der Tat erscheint er trotz der Monstrosität seiner Handlungen auch als Opfer. Auf jeden Fall zeigt Lang deutlich, dass es nicht die Methoden des Führers der Unterweltunion sind, die versuchen, die Ordnung zu seinem Vorteil wiederherzustellen, und deren Handeln für die Gesellschaft ebenso gefährlich, wenn nicht sogar gefährlicher erscheint kann den Grad der Verantwortung des Kindermörders beurteilen und über sein Schicksal entscheiden.

  • Deutschland
  • Kino
  • Lang (Fritz)
  • Darsteller

Literaturverzeichnis

Lotte EISNERFritz LangParis, Cahiers du cinéma, 1984. Tom GUNNINGDie Filme von Fritz LangLondon, Britsh Film Institut, 2001.Siegfried KRACAUER Von Caligari zu Hitler.Eine Geschichte des deutschen Kinos 1919-1933Paris, Flammarion, 1987.Marie MICHELM le Maudit von Fritz Nathan, 1989.

Um diesen Artikel zu zitieren

Laurent VÉRAY, "Das Gesicht der Angst"

Verbindungen


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