Zurück zur Natur

Zurück zur Natur

  • Mönch am Meer.

    FRIEDRICH Caspar David (1774 - 1840)

  • Denkmal zur Erinnerung an Goethe.

    CARUS Carl Gustav (1789 - 1869)

  • Ritterburg, Felsenburg.

    WENIGER Carl (1808 - 1880)

  • Abends das Brevier lesen.

    SPITZWEG Carl (1808 - 1885)

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Titel: Mönch am Meer.

Autor: FRIEDRICH Caspar David (1774 - 1840)

Erstellungsdatum : 1809

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 110 - Breite 171

Technik und andere Indikationen: Öl auf Leinwand.

Lagerraum: Alte Nationalgalerie Website

Kontakt Copyright: © BPK, Berlin, Dist. RMN-Grand Palais - Jörg P. Anders

Bildreferenz: 04-501017 / NG9 / 85

© BPK, Berlin, Dist. RMN-Grand Palais - Jörg P. Anders

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Titel: Denkmal zur Erinnerung an Goethe.

Autor: CARUS Carl Gustav (1789 - 1869)

Erstellungsdatum : 1832

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 71 - Breite 52.2

Technik und andere Indikationen: Öl auf Leinwand.

Lagerraum: Kunsthalle Website

Kontakt Copyright: © BPK, Berlin, Dist. RMN-Grand Palais - Elke Walford

Bildreferenz: 04-503204 / 1157

Denkmal zur Erinnerung an Goethe.

© BPK, Berlin, Dist. RMN-Grand Palais - Elke Walford

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Titel: Ritterburg, Felsenburg.

Autor: WENIGER Carl (1808 - 1880)

Erstellungsdatum : 1828

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 138 - Breite 194

Technik und andere Indikationen: Öl auf Leinwand.

Lagerraum: Alte Nationalgalerie Website

Kontakt Copyright: © BPK, Berlin, Dist. RMN-Grand Palais - Jörg P. Anders

Bildreferenz: 06-517301 / W. S. 133

Ritterburg, Felsenburg.

© BPK, Berlin, Dist. RMN-Grand Palais - Jörg P. Anders

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Titel: Abends das Brevier lesen.

Autor: SPITZWEG Carl (1808 - 1885)

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 29,5 - Breite 23

Technik und andere Indikationen: Öl auf Holz.

Lagerraum: Website des Louvre-Museums (Paris)

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - Alle Rechte vorbehalten

Bildreferenz: 89-002171 / RF1988-53

Abends das Brevier lesen.

© Foto RMN-Grand Palais - Alle Rechte vorbehalten

Erscheinungsdatum: September 2008

Video

Zurück zur Natur

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Historischer Zusammenhang

"Wer Erde und Himmel geschaffen hat, ist überall um mich herum" (Friedrich)

Der Traum von einer "Rückkehr zur Natur" aus dem 18. Jahrhundert führte um 1800 zur Aufwertung der Landschaftsmalerei, einem Genre, das in der akademischen Hierarchie der Fächer, in der die menschliche Figur krönen soll, als untergeordnet galt Schaffung. Die Natur wird zum Ort der Projektion der deutschen Identität, bevor konfessionelle Meinungsverschiedenheiten und die Rückkehr der Fürsten das Ideal der Einheit der romantischen Landschaft zerstören.

Bildanalyse

"Die Natur ist […] ein Musikinstrument, dessen Klänge wiederum die Schlüssel der höchsten Saiten in uns sind" (Novalis)

In dem Mönch am Meer von Friedrich, dem auf drei Farbbänder reduzierten Missverhältnis zwischen der zerbrechlichen Silhouette und der "nordischen" Landschaft, dem Löschen der ursprünglich am Horizont gemalten Segelboote und dem Fehlen von Elementen am Rand der Darstellung entsteht ein Eindruck von räumlicher Ausdehnung, Unendlichkeit, sogar Bedrohung. Dieses Gefühl des "Erhabenen", das Kant Ende des 18. Jahrhunderts theoretisiert hat, ermöglicht es, eine wahrhaft nicht darstellbare göttliche Größe hervorzurufen. "Das Göttliche ist überall, sogar im Sandkorn", hätte Friedrich gesagt. Die Subjektivität dieser Beziehung drückt sich in der Position und Anonymität des Charakters aus, der ein Relais für den Betrachter bildet und gleichzeitig eines der Credo des Künstlers unterstützt: "Schließen Sie Ihr körperliches Auge, um Ihr Gemälde zuerst mit dem zu sehen Auge des Geistes. "Dieses Phänomen der Verinnerlichung der Natur befreit den Maler von einer genauen Beschreibung der Orte zugunsten des Gefühls, das sie hervorrufen. In dem Denkmal für GoetheCarus kombiniert streng beobachtete Gesteine, Pflanzen und atmosphärische Phänomene in einer unwirklichen Landschaft nach der poetisch-wissenschaftlichen Methode von Goethes Naturforschung. Das von Engeln umgebene Instrument symbolisiert die musikalische und harmonische Dimension dieser neuen Beziehung zur Welt. In dem Ritterburg von Lessing ist die Landschaft beschreibender als ihre Vorgänger, während sie einen lyrischen Charakter behält. Dies drückt sich in der organischen Art aus, wie die imaginäre mittelalterliche Burg (nach Walter Scotts Lesart) die Landschaft erweitert. Die Sichtweise und die Verwendung von Hintergrundbeleuchtung, die Zerbrechlichkeit, aber auch die Langlebigkeit des Gebäudes machen die Arbeit zu einer Meditation über den Lauf der Geschichte. Das Das Brevier lesen vom bayerischen Spitzweg nimmt die romantischen Elemente, um eine satirische Version anzubieten. Die Figur befindet sich in einer reinen Landschaft (ein Dorf, das ursprünglich im Hintergrund gelöscht wurde), aber seine etwas groteske Silhouette, sein Kostüm eines jungen katholischen Seminaristen und die Kohlköpfe im Vordergrund sind eher ein Hindernis das Ideal der Fusion. Der Spitzweg bringt somit die Spannung zwischen Natur und Religion, Herkunft und Geschichte, Mensch und Landschaft zurück.

Interpretation

Von der idealen Landschaft bis zur prosaischen Natur

Die vier Gemälde zeugen von der Entwicklung des Naturgefühls in Deutschland und den Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Autoren. Während Friedrich als Repräsentant der metaphysischen Landschaft gilt, neigte sein Schüler Carus, ebenfalls Arzt und Naturforscher, ab den 1820er Jahren dazu, sich davon zu distanzieren, um sich einer wissenschaftlicheren Wiederherstellung pflanzlicher und mineralischer Konfigurationen zuzuwenden. Seine Briefe zur Landschaftsmalerei (1815-1835) drücken immer noch seine Verbundenheit mit Friedrichs Ästhetik aus, aber auch die Befürchtung, dass die subjektive Landschaft der Romantik zu einer Form der Opazität führen könnte, die ihrem Wunsch nach einem Bündnis zwischen Kunst und Wissenschaft widerspricht. Goethe, der das Vorwort dazu schrieb und dem Carus hier huldigt, trug selbst ebenso zur Geburt der Romantik bei, wie er in einem mit dem Kunsthistoriker verfassten Text von 1817 gegen ihre subjektivistischen und nationalen Abweichungen kämpfte Heinrich Meyer, „Neo-deutsche, patriotisch-religiöse Kunst“. Goethe, Verteidiger eines europäischen Neoklassizismus, prangert insbesondere in der Friedhof eines Kreuzgangs unter dem Schnee (1828-1830, Köln, Wallraf-Richartz-Museul) von Lessing die Bestrebungen eines "gefrorenen Jugend" -Ebens Friedrichs. Lessing bewegt sich jedoch auch in Richtung einer Mischung aus Idealismus und Realismus. Das Ritterburg kann als ein Werk des Übergangs zwischen seinen romantischen Landschaften, seiner neuen Sorge um die Beobachtung der Realität und seiner bevorstehenden Rallye zur nationalen Geschichtsmalerei erscheinen. Im Spitzweg zeigt das Ideal der "Rückkehr" der frühen Romantiker zur Natur als Anspruch auf eine gemeinsame Identität seine Grenzen in einer Gesellschaft biedermeier (Kleinbürger) jetzt dominiert von Individualismus und konventionellem Sentimentalismus.

  • Deutschland
  • Goethe (Johann Wolfgang von)
  • Deutsch-französische Sonderausgabe
  • Romantik
  • Kampagne
  • Berg
  • Natur

Literaturverzeichnis

Deutsche Malerei im Zeitalter der Romantik, Paris, National Museums Editions, 1976 Élisabeth DECULTOT,Malen Sie die Landschaft. Theoretischer Diskurs und bildliche Erneuerung in der deutschen Romantik, Tusson, Editions Du Lérot, 1996. Julie RAMOS,Nostalgie für die Einheit. Landschaft und Musik in der Malerei von P. O. Runge und C. D. Friedrich, Rennes, Rennes University Press, 2008 Pierre WAT,Geburt der romantischen Kunst. Malerei und Theorie der Nachahmung, Paris, Flammarion, 1998.

Um diesen Artikel zu zitieren

Julie RAMOS, "Zurück zur Natur"


Video: zurück zur Natur - Ehepaar bauen Natur-Wald-Haus