Werbung für Fahrradmarken: der Freizeitwinkel

Werbung für Fahrradmarken: der Freizeitwinkel

  • Humber Cycles.

  • Terrot & Co - Cycles Motorettes.

    TAMAGNO Nicolas (1862)

Schließen

Titel: Humber Cycles.

Autor:

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 46 - Breite 0

Technik und andere Indikationen: Chromolithographie

Speicherort: Website des Nationalen Museums für Auto und Tourismus

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - F. Raux

Bildreferenz: 06-531140 / CMV3987

© Foto RMN-Grand Palais - F. Raux

Schließen

Titel: Terrot & Co - Cycles Motorettes.

Autor: TAMAGNO Nicolas (1862 -)

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 0 - Breite 0

Speicherort: MuCEM-Website

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - J.-G. Berizzi

Bildreferenz: 05-513831 / 735457F

Terrot & Co - Cycles Motorettes.

© Foto RMN-Grand Palais - J.-G. Berizzi

Erscheinungsdatum: Juli 2011

Historischer Zusammenhang

Die ersten Marken von Fahrrädern

Nach der Erfindung des Pedalfahrrads durch Pierre Michaux im Jahr 1861 hatte der Velocipede einen recht schnellen Erfolg in der Bevölkerung. Aus der Perspektive der Plakatwerbung, die einem zeitgleichen Boom folgt, Humber Cycles und Terrot & Co - Cycles Motorettes Einblick in die Geschichte des Radsports und seiner Marken zwischen 1880 und 1910.

Bildanalyse

Vom Realismus zur Symbolik

Chromolithographie zwischen 1880 und 1900, Humber Cycles lobt die Vorzüge der Zyklen der englischen Firma, betrifft jedoch deren Verbreitung in Frankreich, wie aus der Inschrift am unteren Rand des Bildes hervorgeht. Ein britischer Touch in der Verwendung von Farbe und Licht. Das Plakat weicht der weiten Berglandschaft (Tannen und Straßenmarkierungen), in der ein Mann und eine Frau auf Fahrrädern fahren (Fahrrad und Dreirad). Die Qualität ihrer Kleidung zeigt, dass sie bürgerlich sind. Mit Nüchternheit (keine Inschrift außer der der Marke) und Realismus erinnert das Ganze an die Ruhe dieses Ausflugs in der freien Natur.

1907 vom Illustrator Nicolas Tamagno signiert, Terrot & Co - Cycles Motorettes ist gleichzeitig geladener, "symbolischer" und überraschender. Auch hier hat die Marke prominent für Zahlen geworben. Mit zwei suggestiven Erwähnungen erinnert das Poster an den Erfolg von Terrot-Motorrädern bei den Wettbewerben des Touring Club de France (T.C.F.), bei denen jedes Jahr die Qualität, Ausdauer und der Komfort der Produkte sowie deren "touristische" Verwendung belohnt werden. Es basiert auf der Pariser Landschaft (Arc de Triomphe und Grand Palais). Im Vordergrund führt eine strahlend blonde Frau in Weiß den Weg für eine lange, undeutliche, dunkle Reihe schwarz gekleideter männlicher Radfahrer. Fast militärisch, beerdigend und auf jeden Fall ziemlich verstörend (vielleicht unfreiwillig), kontrastiert diese Linie, die sich bis zum Horizont erstreckt, mit dem Licht, das von der Laterne ausgeht, die die Frau wie ein Späher an ihrem Lenker hing Fahrrad (und das erinnert an den Leuchtturm über dem Grand Palais).

Interpretation

Von der Ruhe zur Eroberung

Während beide die gleiche Werbefunktion erfüllen, indem sie die mit dem Radfahren verbundene Freizeit und den Tourismus fördern, Humber Cycles und Terrot & Co - Cycles Motorettes sind jedoch sehr unterschiedlich. Älter und mehr Englisch, Humber Cycles zeigt Touristen im wahrsten Sinne des Wortes (das heißt, wohlhabende Leute machen ein "Turm », Eine Reise) im Regelkostüm, das zudem recht britisch ist (insbesondere der runde Hut und die Herrenuhr). Die Werbung bleibt diskret und suggestiv: Das Bild steht direkt für alle Werte der Ruhe und Eleganz (mit einem „britischen“ Touch, der darüber hinaus perfekt für die hier angesprochene Kundschaft geeignet ist), die mit der Marke und damit verbunden sind , zur noch sehr bürgerlichen Praxis des Fahrrads.

Der bürgerliche Bezug fehlt nicht Terrot & Co - Cycles Motorettes da die Szene im Westen von Paris spielt (eine Brutstätte der ersten Kunden, Clubs und Radrennen). Es bezieht sich jedoch eher auf die "Belle Époque" (Frauenkleid) der "Stadt des Lichts" (deren Laterne und Leuchtturm sowohl die Ausstrahlung als auch den festlichen Aspekt hervorrufen). Das Bild ist auch ziemlich symbolisch: Wenn die Heldin Paris in der Abenddämmerung verlässt, um neue Räume der Entspannung zu erobern, öffnet sie den leuchtenden Weg der touristischen Freizeit (gestempeltes TCF) für eine Reihe schwarzer Männer, Arten von "Arbeitern". oder Soldaten des städtischen Lebens. Nach dem Leuchtfeuer des Fortschritts und der Demokratisierung des Radverkehrs konnten sie so eine neue Aktivität schmecken, gesund, natürlich und solar.

  • Werbung
  • Fahrrad
  • Triumphbogen

Literaturverzeichnis

Alain CORBIN (Regie), L'Avénement des loisirs (1850-1960), Paris, Aubier, 1995. Prior DODGE, La Grande Histoire du Vélo, Paris, Flammarion, 1996. Marc MARTIN, Drei Jahrhunderte Werbung in Frankreich, Paris , Odile Jacob, 1992.Alain WEILL, Das französische Plakat, Paris, PUF, 1982.

Um diesen Artikel zu zitieren

Alexandre SUMPF, "Werbung für Fahrradmarken: der Freizeitwinkel"


Video: Fahrrad-Trend Bambusbike. Galileo. ProSieben