Die kurzlebigen Pavillons der Kolonialausstellung

Die kurzlebigen Pavillons der Kolonialausstellung

  • Der Angkor-Tempel und das Guadeloupe-Becken.

  • Tunesische Souks.

    SMITH Francis (1881 - 1961)

  • Flagge von Marokko.

    SMITH Francis (1881 - 1961)

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Titel: Der Tempel von Angkor und das Becken von Guadeloupe.

Autor:

Erstellungsdatum : 1931

Datum angezeigt: 1931

Maße: Höhe 3 - Breite 3

Technik und andere Indikationen: Stereoskopische Ansicht.

Speicherort: Quai Branly Museum - Jacques Chirac Website

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - J.-G. Berizzi

Bildreferenz: 97-020190 / FondsPétropoulos, Feld A, Nr. 3

Der Angkor-Tempel und das Guadeloupe-Becken.

© Foto RMN-Grand Palais - J.-G. Berizzi

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Titel: Tunesische Souks.

Autor: SMITH Francis (1881 - 1961)

Erstellungsdatum : 1931

Datum angezeigt: 1931

Maße: Höhe 46 - Breite 38

Technik und andere Indikationen: Öl auf Karton.

Speicherort: Quai Branly Museum - Jacques Chirac Website

Kontakt Copyright: © ADAGP, © Foto RMN-Grand Palais - Alle Rechte vorbehalten

Bildreferenz: 77-001149 / 75.5823

© ADAGP, Foto RMN-Grand Palais - Alle Rechte vorbehalten

© ADAGP, Foto RMN-Grand Palais - J.-G. Berizzi

Erscheinungsdatum: April 2008

Promotion in Kunstgeschichte

Historischer Zusammenhang

Ein Besuch der Kolonialausstellung von 1931

Die verschiedenen zusammengeführten Dokumente ermöglichen es, drei monumental aussehende Pavillons zu entdecken, die anlässlich der Kolonialausstellung von 1931 errichtet wurden. Die Grande Avenue des Colonies diente als Hauptpromenade und bot einen atemberaubenden Blick auf die von der Frankreich: Ozeanien, Martinique, Réunion, Französisch-Indien oder Guyana, Marokko und Algerien. Die hier gesammelten Dokumente zeugen auch von der Sorgfalt und Pracht dieser vergänglichen Errungenschaften von monumentaler Größe, die erklärende Abschnitte über den Reichtum der Kolonialwelt enthalten sollen.

Bildanalyse

Ein Gigantismus, der der Weltausstellungen würdig ist

Die Grandiloquenz der Rekonstruktionen steht im Einklang mit der Inszenierung der seit dem 19. Jahrhundert in Paris organisierten universellen und internationalen Ausstellungen.e Jahrhundert. Die Errichtung monumentaler Pavillons war eine echte architektonische Herausforderung. Es ging darum, Strukturen zu bauen, die sowohl kurzlebig als auch stark genug waren, um über einen Zeitraum von mehreren Monaten mehrere hunderttausend Besucher aufzunehmen. Das Nachtfoto der Rekonstruktion des Angkor Wat Tempels zeugt von allen Theaterinszenierungen, die von den Organisatoren der Kolonialausstellung gewünscht wurden. Das Spiel des Lichts ermöglichte es, eine exotische und festliche Atmosphäre zu schaffen, die der propagandistischen Botschaft der Demonstration dient: den Einfluss der Republik als Kolonialmacht zu zeigen. Der indochinesische Tempel war eine der Hauptattraktionen der Ausstellung. Für die Architekten Blache waren Vater und Sohn sechs Jahre Vorarbeit erforderlich, um die Pläne für dieses kurzlebige Gebäude mit einem Volumen abzuschließen, das in etwa dem Sacré-Cœur de Montmartre entspricht. Die beiden Aquarelle von Francis bieten einen authentischen Einblick in die Rekonstruktion tunesischer Souks und des mit Blumengärten geschmückten marokkanischen Pavillons. Die Souks sind typische Handelsplätze der arabischen Welt, und die Besucher der Ausstellung wurden aufgefordert, koloniale Produkte einzukaufen. Die meisten Pavillons der Kolonialausstellung wurden zerstört, einige wurden in ihr Land zurückgebracht. Andere haben überlebt und eine neue Verwendung gefunden, wie die Pavillons von Kamerun und Togo, die im Bois de Vincennes wieder zusammengesetzt und in eine buddhistische Pagode umgewandelt wurden.

Interpretation

Die koloniale Inszenierung: eine Ideologie

Die Erhöhung der kolonialen Welt hatte in den Pariser Weltausstellungen, insbesondere 1867 und 1900, immer einen großen Platz gehabt. Teile indigener Dörfer wurden normalerweise nachgebildet, mit typischen Architekturen und dem Vorhandensein von Statisten, die für typische Szenen angeheuert wurden. exotische Produkte verkaufen oder Catering-Dienstleistungen anbieten. 1931 war es viel mehr als ein kleiner Teil der internationalen Veranstaltung, die diese exotischen Atmosphären ausnutzen sollte. Es war Sache der Organisatoren, den Einfluss der Republik als imperialistische Macht zu demonstrieren, aber auch die Bürger zu überzeugen, sich weiter an der kolonialen Ausbeutung zu beteiligen. Am Ende des Ersten Weltkriegs, in dem die "Dunkle Macht" eine wichtige Rolle spielte, war der Beitrag der Kolonien eine der Speerspitzen der französischen Politik. Die Meister bestanden daher auf der didaktischen und propagandistischen Dimension der Ausstellung. In den hier gezeigten Pavillons befanden sich im Allgemeinen Räume mit erklärenden Tafeln, Gegenständen und Produkten, die den Mineral- und Lebensmittelreichtum der Siedlungen demonstrieren sollten.

  • die Architektur
  • Exotik
  • Kolonialausstellung von 1931
  • Kolonialgeschichte
  • Nacht-

Um diesen Artikel zu zitieren

Claire MAINGON, "Die vergänglichen Pavillons der Kolonialausstellung"


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