Misstrauen gegenüber Banken

Misstrauen gegenüber Banken

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Titel: "Sie sind ruhig ..." Werbung für die National Bank of Commerce and Industry.

Autor: KOLLAR François (1904 - 1979)

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 24 - Breite 18

Technik und andere Indikationen: Fotodruck von einem Schwarzweißnegativ. Für eine Anzeige für die Nationalbank für Handel und Industrie, "Sie sind ruhig ...", circa 1938

Speicherort: MuCEM-Website

Kontakt Copyright: © Kulturministerium / Médiathèque du Patrimoine, Dist. RMN-Grand Palais - © RMN-Grand Palais - Urheberrechtsmanagement François Kollar

Bildreferenz: 10-506095 / 71L00325

"Sie sind ruhig ..." Werbung für die National Bank of Commerce and Industry.

© Kulturministerium / Médiathèque du Patrimoine, Dist. RMN-Grand Palais - RMN-Grand Palais - Urheberrechtsmanagement François Kollar

Erscheinungsdatum: Mai 2011

Historischer Zusammenhang

Misstrauen gegenüber Banken in den 1930er Jahren

Die Banque Nationale de Crédit (BNC), eine Institution des Pariser Finanzzentrums, wurde durch die Auswirkungen des Absturzes von 1929 schnell an den Rand des Bankrotts gebracht. 1931 war das Misstrauen so groß, dass sie 75% verlor seine Einlagen. Aufgrund der Kombination der Unsicherheiten der Krise und trüberer Realitäten wie Finanzskandalen oder der „Venalität des Finanzjournalismus“ (Jean-Noël Jeanneney, Verstecktes Geld. Geschäftskreise und politische Mächte im Frankreich des 20. Jahrhundertse Jahrhundert, p. 205-230.) Waren die Banken vor dem Krieg in den Augen der Einleger weiterhin Vorsicht geboten, was sich insbesondere in der hohen Volatilität der Einlagen widerspiegelte. Für die Banker ist es daher wichtig, über das Vertrauen zu kommunizieren, das sie in ihre Einrichtungen setzen können.

Bildanalyse

Schnappschuss des ruhigen Sparers

Das Foto ist eine Ansicht aus einem opulenten Stadtinneren mit einem mit Rosetten geschmückten Kamin, der von einem Spiegel überragt wird, der hier für ein interessantes Reverse-Shot-Spiel verwendet wird. François Kollar hat diesen Prozess an anderer Stelle durchgeführt, zum Beispiel für das Porträt von Coco Chanel in seiner Suite im Ritz (Werbung von 1937). In der Reflexion erscheinen ein verschleiertes Fenster, ein Arbeitstisch und ein elektrischer Projektor, ein modernes Element in diesem eher konventionellen bürgerlichen Interieur.

In der Bildmitte eine Pfeife im Mund, ein Mann mittleren Alters, der bequem in einem abgenutzten Ledersessel sitzt. Aus einem leichten Blickwinkel gesehen trägt er eine grau gestreifte Jacke, eine Fliege, eine dünne Brille und Lackschuhe. Er liest Paris-Abend, eine sehr weit verbreitete Tageszeitung, die um 1938 fast zwei Millionen Exemplare in Umlauf brachte. Getreu ihrer redaktionellen Linie legt die Zeitung großen Wert auf Nachrichten und Werbung.

Interpretation

Ein historischer Trompe-l'oeil

"Sie sind ruhig ...": Der Slogan der Werbung soll den ehrlichen Sparkunden des B.N.C.I., des ruhigen Lesers von, beruhigen Paris-Abend und kein hektischer kleiner Träger. Diese Darstellung der Dinge ist ziemlich erstaunlich, wenn wir die Ursprünge des B.N.C.I. und seine aggressiven Expansionsmethoden: Dieses Unternehmen hat in der Tat seit seiner Gründung "einen schwefelhaltigen Ruf als Unternehmen bewahrt, das respektlose Positionen, Kartellvereinbarungen und eine gute Interbankenmoral missachtet" (Hubert Bonin, Die Welt der französischen Bankiers im XXe Jahrhundert, p. 97.).

Der Ton der Werbebotschaft, der sich zweifellos in Bezug auf die geopolitische Situation zu dieser Zeit verändert hat, lässt sie mit allen Ausdrücken, wenn nicht einer Ablehnung, zumindest einer Leichtigkeit gegenüber den damit verbundenen Gefahren, in größerem Maße in Resonanz treten akkumulieren. War das damalige Frankreich nicht das Land, in dem wir die Menschen mit "Alles ist in Ordnung, Madame la Marquise" beruhigen, als Ray Ventura 1935 sang?

  • Bank
  • nationale Darlehen
  • Werbung
  • Silber-
  • Handel

Literaturverzeichnis

Alain BELTRAN und Pascal GRISET, Die französische Wirtschaft, 1914-1945, Paris, Armand Colin, 1994.

Hubert BONIN, Die Welt der französischen Bankiers im 20. Jahrhundert, Brüssel, Komplex, 2000.

Jean-Noël JEANNENEY, Verstecktes Geld. Geschäftskreise und politische Mächte im Frankreich des 20. Jahrhunderts, Paris, Le Seuil, 1984.

Jean RIVOIRE, Geschichte der Bank, Paris, P. U. F., 1992.

Um diesen Artikel zu zitieren

François BOULOC, "Misstrauen gegenüber Banken"


Video: ACHTUNG!!! TOTALE ÜBERWACHUNG KOMMT!