Julius Meier-Graefe

Julius Meier-Graefe

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Titel: Julius Meier-Graefe.

Autor: CORINTH Lovis (1858 - 1935)

Erstellungsdatum : 1914

Datum angezeigt: 1914

Maße: Höhe 90,4 - Breite 70,4

Technik und andere Indikationen: Öl auf Leinwand.

Lagerraum: Orsay Museum Website

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - H. Lewandowskisite Web

Bildreferenz: 08-501316 / RF1977-109

© Foto RMN-Grand Palais - H. Lewandowski

Erscheinungsdatum: Februar 2010

Historischer Zusammenhang

Intellektuelles Leben in Berlin um die Jahrhundertwendee Jahrhundert

Lovis Corinth und Julius Meier-Graefe wurden 1858 bzw. 1867 geboren und sind zwei herausragende Persönlichkeiten im künstlerischen und intellektuellen Leben Berlins, die sich um internationale Nachrichten kümmern. Ab 1894 leitete der junge Kritiker Meier-Graefe dies Pfanne, eine von Nietzsche, Dostojewski, Ibsen beeinflusste Kunst- und Literaturübersicht, die sowohl die französischen Impressionisten als auch den Jugendstil, die germanische Version des Jugendstils, unterstützt. Meier-Graefe und Korinth kamen Ende der 1910er Jahre mit der Ausführung dieses Porträts und dann 1919 mit der Veröffentlichung einer Sammlung von Drucken des Malers durch den Kritiker zusammen. Antike Legenden.

Bildanalyse

Das Porträt eines Kritikers

Lovis Corinth bietet ein expressionistisches Porträt von Meier-Graefe mit einer sehr nüchternen Komposition und monochromen Tönen. Das Modell sitzt leicht schräg sitzend an der Rückenlehne seines Sitzes, die beiden Hände vor ihm gekreuzt, und stellt einen Abstand zum Betrachter her. Das strenge Gesicht wird durch die Andeutung eines Lächelns leicht belebt.

Korinth unterstreicht damit die distanzierte Position des Kritikers, der Werke und Ideen beobachtet und analysiert; Die Beleuchtung, die sich auf Gesicht und Kopf des Charakters konzentriert, betont seinen herausragenden intellektuellen Charakter.

Interpretation

Ein Vermittler von Ideen zwischen Frankreich und Deutschland

Julius Meier-Graefe wurde erstmals in Deutschland, aber auch in Frankreich durch seine Schriften bekannt. Verwickelt in einen kritischen Kampf für den Impressionismus mit PfanneAnschließend widmete er sich leidenschaftlich der Verteidigung des Jugendstils und schuf eine Zeitschrift, die ab 1898 in zwei Fassungen in München und Paris veröffentlicht wurde: Dekorative Kunst / Dekorative Kunst. 1899 eröffnete Meier-Graefe sogar eine Galerie in Paris, in der er eine Gruppe von Künstlern präsentierte, die für diese Bewegung symbolisch sind und dem Belgier Henry Van de Velde einen Ehrenplatz einräumen. Um 1905 wandte er sich, enttäuscht von der Entwicklung des Jugendstils, der französischen Malerei der Mitte des 19. Jahrhunderts zu. Für die Qualität seines theoretischen Denkens gilt er als einer der bedeutendsten Kunsthistoriker und Kritiker des frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland. Angetrieben von dem Wunsch, auf die Kunst seiner Zeit zu reagieren, nahm er wie Lovis Corinth an den deutschen Dialogversuchen mit französischen Künstlern teil und nutzte die neuen Ressourcen der künstlerischen Presse. boomt.

  • Jugendstil
  • Kunstkritiker
  • Porträt
  • Dostojewski (Fjodor)
  • Ibsen (Henrik)
  • Nietzsche (Friedrich)

Literaturverzeichnis

Kollektiv, Ausstellungskatalog Lovis Corinth (1858-1925) zwischen Impressionismus und Expressionismus, Paris, Musée d'Orsay, 1. April - 22. Juni 2008, Leipzig, Museum für bildenden Künste, 10. Juli - 18. Oktober 2008, Regensburg, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, 9. November 2008 - 15. Februar 2009, Paris, RMN, 2008. Thomas GAEHTGENS, "Beziehungen zwischen Kunstgeschichte und zeitgenössischer Kunst in Deutschland zur Zeit von Wölfflin und Meier-Graefe", Kunstkritik88, 1990, p. 31-38.Catherine KRAHMER, "Meier-Graefe und Delacroix", KunstkritikNr. 99, 1993, p. 60-68.Kenworth MOFFET, Meier-Graefe als Kunstkritiker, München, Prestel-Verlag, 1973.

Um diesen Artikel zu zitieren

Fabienne FRAVALO, "Julius Meier-Graefe"


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